Erster Doppelpack, erste Interessenten? Die Gerüchteküche köchelt wieder

Said El Mala führte den 1. FC Köln gegen Union Berlin ins Pokal-Achtelfinale. (Foto: Bucco)
Said El Mala führte den 1. FC Köln gegen Union Berlin ins Pokal-Achtelfinale. (Foto: Bucco)

Said El Mala hat gegen Union Berlin den ersten Doppelpack seiner Profikarriere erzielt. Parallel nehmen die Transferspekulationen um den 20-Jährigen langsam, aber sicher wieder Fahrt auf. Der 1. FC Köln sieht derweil „keinen Anlass“, sich mit einem möglichen Winterwechsel zu beschäftigen.

Ein paar Wochen ruhte die Gerüchteküche rund um Said El Mala. Doch das nächste Menü wird offenbar schon vorbereitet. Ein kleiner Vorgeschmack: Paris Saint-Germain und Galatasaray Istanbul sollen die ersten Clubs sein, die das Juwel des 1. FC Köln mit Blick auf das Winter-Transferfenster auf dem Zettel haben. Zwei Vereine aus der Champions League also.

Die Franzosen suchen Ersatz für Khvicha Kvaratskhelia. Der Superstar steht nach einem Kreuzbandriss vor dem Saisonaus. Der als vereinsnah geltende Social-Media-Account PSGINSIDE-ACTUS nennt El Mala als einen von sechs Kandidaten. Hinzu kommen Nico Williams (Athletic Bilbao), Estêvão (Chelsea), Alphadjo Cissé (AC Mailand), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und Paris Brunner (AS Monaco). Bis zu 80 Millionen Euro sollen als Transferbudget zur Verfügung stehen.

Kessler: „Nichts kategorisch ausschließen, aber …“

Obendrein wird El Mala in der Türkei mit Galatasaray in Verbindung gebracht. Der vor allem auf YouTube aktive Reporter Mehmet Özcan löste die Spekulationen aus, zahlreiche Medien greifen sie seitdem auf. Der Club des gerade aus der Nationalmannschaft zurückgetretenen Ismail Jakobs (der GEISSBLOG berichtete) sucht offenbar einen weiteren Linksaußen, da der erst im Sommer für 38 Millionen Euro aus Mailand verpflichtete Rafael Leão nicht zündet.

Ob die Gerüchte einen wahren Kern haben, bleibt wie immer abzuwarten. Mit Blick auf die vergangenen Jahre lässt sich festhalten, dass sich kaum eine Spekulation um einen türkischen Club und einen Profi des FC erhärtet hat. Ohnehin gilt: Nach dem harten Poker mit dem BVB und der anschließenden Vertragsverlängerung bis 2031 plant der FC nicht, El Mala schon im Januar ziehen zu lassen.

Ich kann ganz klar sagen, dass wir fest damit planen, dass Said die gesamte Saison bei uns spielt.

Thomas Kessler

Sportchef Thomas Kessler sagte der Bild zuletzt: „Im Fußball sollte man nichts kategorisch ausschließen. Aber ich kann ganz klar sagen, dass wir fest damit planen, dass Said die gesamte Saison bei uns spielt, deshalb gibt es für mich aktuell keinen Anlass, mich mit einem möglichen Wechsel im Winter zu beschäftigen.“

El Malas Tore sollen gleichermaßen den Erfolg des FC wie den Marktwert des Youngsters steigern. Letzteres würde fraglos auch durch weitere Auftritte in der Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp geschehen – und falls El Mala an eine Qualität anknüpfen sollte, die er beim 5:0-Sieg im DFB-Pokal demonstrierte. Nach seinem Treffer zum 1:0 legte er das 3:0 nach, ein Traumtor – und zwar mit seinem schwächeren linken Fuß.

Said El Mala fühlt sich in neuer Rolle wohl

„Das war schon einer der wenigen Treffer mit links, weil ich ja viel auf links spiele. Da kommt es kaum dazu, dass ich mal auf rechts bin“, erklärte El Mala nach der Partie. Gegen Union Berlin drang er von der rechten Außenbahn in den Strafraum ein, bat Zeno Van den Bosch zum Tänzchen, sah die Lücke und vollendete wunderschön ins lange Eck. „Unhaltbar, glaube ich.“ Stimmt.

Diese Beidfüßigkeit ist ein zusätzliches Argument, das den 20-Jährigen für internationale Top-Clubs interessant macht. Sollte El Mala auch weiterhin in seiner neuen, zentraleren Rolle als Teil einer Doppelspitze auflaufen, könnte er immer häufiger auch auf der rechten Seite auftauchen.

Ich kann auch da Tore erzielen, weil ich nicht festgenagelt bin.

Said El Mala

Pierre Littbarski übte zuletzt deutliche Kritik an dieser Rolle (der GEISSBLOG berichtete), doch El Mala zeigte gegen Union, wie gefährlich und flexibel er aus dem Zentrum heraus sein kann. „Ich fühle mich extrem wohl in meiner Rolle und kann auch da Tore erzielen, weil ich nicht festgenagelt bin und die Gegner sich darauf nicht einstellen können, ich nicht gedoppelt werden kann“, erläuterte der FC-Star.

Man mag es nach seiner fabelhaften Debütsaison und dem vorherigen steilen Aufstieg bei Viktoria Köln kaum glauben, doch der Doppelpack gegen Union war der erste seiner Profikarriere. Auch drei Torbeteiligungen in einer Partie waren El Mala zuvor weder bei den 45 Einsätzen für Viktoria noch in den 43 Pflichtspielen für den FC gelungen. Der nächste Doppelpack ist genauso nur eine Frage der Zeit wie das nächste Gerücht.

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