Das Warten auf einen Auswärtssieg geht weiter – das Warten auf den doppelten El Mala endete spektakulär. Gegen Union Berlin (1:1) sah René Wagner den richtigen Moment für Maleks Debüt gekommen und überraschte den Angreifer.
Bereits im DFB-Pokal hatten sich viele Fans des 1. FC Köln den gemeinsamen El-Mala-Auftritt gewünscht. Doch René Wagner bewahrte sich diesen emotionalen Schub für die Bundesliga auf – für eine Situation, in der die Geißböcke in Not waren. Malek El Mala debütierte nicht in einem ohnehin schon gewonnenen Spiel, sondern als Retter.
An der Alten Försterei, als der FC mit 0:1 zurücklag, sah Wagner den richtigen Moment für Maleks Premiere gekommen. „Die Unioner haben mit einem tiefen Block verteidigt, da brauchten wir eine Neun“, erklärte der 38-Jährige im Anschluss. Ohne die verletzten Ragnar Ache und Thijs Dallinga hatte der FC zunächst wieder auf einen klassischen Mittelstürmer verzichtet. Anders als im Pokal zündete diese Formation so gar nicht.
Wagner lobt Malek El Malas „Riecher“
„Malek ist der verfügbare Neuner, den wir aktuell im Kader haben, deswegen haben wir ihn auch gebracht. Man hat es beim 1:1 gesehen: Da steht nur eine wahre Neun“, lobte Wagner. „Er hat gezeigt, dass er den Riecher hat und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort stehen kann.“
Mit der Einwechslung löste der Kölner Coach sein Versprechen ein. Im Vorfeld der Partie hatte Wagner angekündigt: „Wir haben mit Malek einen klaren Neuner, der seine Berechtigung in Spielen haben wird, in denen wir diese Position brauchen. Wenn es so weit ist, wird Malek auf dem Feld stehen.“
Malek El Mala hatte auf Kurzeinsatz spekuliert
Der 21-Jährige selbst war überrascht, dass er schon nach 72 Minuten eingewechselt wurde. Er habe zunächst „auf ein paar Minuten gehofft“ und „nicht direkt mit 20“ gerechnet, gab Malek nach Anpfiff zu. Said hatte auf dem Platz derweil bereits gespürt, dass sein Bruder helfen könnte: „Es hat ein Neuner gefehlt, auf den wir flanken können.“
Maleks Treffer bewahrte Wagner vor noch mehr Druck. „Dass er sich mit dem 1:1 belohnt hat, war natürlich super für uns“, sagte der Trainer und freute sich „ungemein“ für Malek. „Das hat er sich verdient. Er hat die letzten Wochen hart gearbeitet und hatte es sich auch verdient, im Kader zu stehen.“ Nur ein Neuner konnte dem FC noch den neunten Saisonpunkt retten.
Gleich auf mit Dallinga: Nur ein FC-Spieler traf schneller
Historisch war dabei nicht nur, dass genau 40 Jahre nach Klaus und Thomas Allofs wieder ein Brüderpaarfür den FC in der Bundesliga auflief. Nach seiner Einwechslung benötigte Debütant Malek lediglich sieben Minuten, um zu treffen. Nur ein Spieler in der Vereinshistorie war schneller: Holger Willmer, der 1977 bei seiner Bundesliga-Premiere gegen Fortuna Düsseldorf (1:5) nach zwei Minuten ein Tor erzielte. El Mala teilt sich Rang zwei mit dem verletzten Thijs Dallinga, der am ersten Spieltag gegen Hoffenheim nach 65 Minuten eingewechselt wurde und ebenfalls sieben Minuten später jubelte.








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