FC muss Musterprofi „Zeit geben“: Hector als Beispiel, Transfer als Notlösung?

Ellyes Skhiri am Geißbockheim. (Foto: Bucco)
Ellyes Skhiri am Geißbockheim. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln muss bis zum Ende des Jahres auf Ellyes Skhiri verzichten. Von der Reha des Routiniers dürfte abhängen, ob die Geißböcke im Winter im Mittelfeld nachlegen. Ein früherer Mitspieler dient als Vorbild.

Im Sommer musste der 1. FC Köln lange auf Ellyes Skhiri warten, aktuell müssen die Geißböcke lange auf ihn verzichten. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach erlitt der von Eintracht Frankfurt zurückgeholte Mittelfeldchef einen Syndesmoseriss. Nach der schwersten Verletzung seiner Karriere schuftet Skhiri derzeit für sein Comeback.

Er tut dies, wie man ihn kennt: mit dem maximalen Fleiß. „Ellyes arbeitet jeden Tag akribisch an seinem Körper“, gibt René Wagner ein Update. „Er ist jeden Tag da und ist auch jetzt einer, der mit am längsten Zeit am Geißbockheim verbringt.“ Daran ändert die Verletzung nichts.

1. FC Köln hofft auf Rückkehr im Januar

Doch selbst ein Musterprofi wie Skhiri kann keine Wunderheilung herbeiführen. Wagner sagt: „Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir ihn wiedersehen. Ich hoffe, dass es Anfang nächsten Jahres so weit sein wird.“ Die zweite Saisonhälfte bleibt das Ziel.

Als Vorbild dient gewissermaßen ein ehemaliger Mitspieler: Jonas Hector zog sich in der Abstiegssaison 2017/18, ausgerechnet beim legendären Europa-League-Gastspiel in London, ebenfalls einen Syndesmoseriss zu. Das war am 14. September. Das Comeback folgte zum Rückrundenstart im Januar.

Muss der 1. FC Köln im Mittelfeld nachlegen?

Skhiri zog sich die Verletzung erst am 11. Oktober zu, die Winterpause ist kürzer als damals – doch beim FC zeigt man sich optimistisch, dass der 31-Jährige möglichst schnell wieder zu Form finden wird. Alles sei „sauber verheilt, wie es sein sollte“, versichert Wagner, übt aber keinerlei Druck aus: „Jetzt müssen wir dem Jungen Zeit geben.“

Der weitere Verlauf der Reha wird maßgeblichen Einfluss auf die Transferpläne im Winter haben. Sollte sich abzeichnen, dass Skhiri länger als erwartet benötigt, könnten die Geißböcke im Mittelfeldzentrum noch einmal nachlegen – womöglich müssten sie es sogar. Aktuell fängt insbesondere Tom Krauß das Fehlen Skhiris auf, auch Paul Okon-Engstler fasst in der Bundesliga immer mehr Fuß.

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