Der 1. FC Köln hofft auf eine Rückkehr von Ragnar Ache. Der Mittelstürmer könnte einen Teil der Sorgen lindern, welche durch seinen Ausfall und die Verletzung von Thijs Dallinga entstanden sind.
Gegen Bayer Leverkusen könnte mit Ragnar Ache endlich wieder einer der beiden eingeplanten Mittelstürmer des 1. FC Köln in den Kader zurückkehren. Die Geißböcke suchen händeringend nach einer Lösung im Sturmzentrum, auch wenn Malek El Mala sich nun als Torjäger der U21 in den Fokus gespielt hat. Doch Ache und auch Thijs Dallinga werden schmerzlich vermisst.
Wie schmerzlich, zeigen die nackten Zahlen. Der FC hat bislang erst neun Saisontore erzielt – in der Bundesliga haben nur vier andere Mannschaften eine noch schwächere Offensive nach acht Spieltagen. Dabei liegt dies eigentlich nicht an den herausgespielten Chancen. Denn laut Expected-Goals-Wert hätten die Geißböcke bislang rein statistisch bereits 16 Tore erzielen müssen.
Es ist nicht mehr nur die Chancenverwertung
Über die gesamte bisherige Saison betrachtet ist also die Chancenverwertung das Kölner Problem. Laut der kicker Datenbank hat der FC sich bislang zwar 43 Torchancen erspielt, davon aber nur 20,9 Prozent genutzt – der drittschlechteste Wert der Liga. Nur Paderborn und Schalke lassen noch mehr Möglichkeiten liegen.
Allerdings zeigt ein genauerer Blick in die Statistiken noch etwas anderes – einen zeitlichen Bruch: Denn das Spiel des 1. FC Köln hat sich explizit seit der Länderspielpause deutlich verändert. In den ersten vier Saisonspielen vor der langen Pause Ende September kam der FC auf einen xG-Wert von durchschnittlich 2,39 Toren pro Spiel. Nach der Länderspielpause lag dieser Wert an den Spieltagen fünf bis acht nur noch bei durchschnittlich 1,55 Toren pro Spiel.
FC spielt sich deutlich weniger Chancen heraus
Was war in der Länderspielpause passiert? Ache und Dallinga haben sich verletzt. Die Ausfälle der beiden Mittelstürmer hatten einen direkten Einfluss auf die Torgefahr der Geißböcke, aber nicht nur in der Verwertung der Chancen, sondern bereits beim Herausspielen der solchen. Der FC hat also seit dem Fehlen seiner beiden Neuner nicht nur weniger Tore erzielt (sechs Tore in den ersten vier Spielen, drei Tore in den zweiten vier Spielen), sondern sich auch deutlich weniger Chancen herausgespielt.
Genau daran muss der FC unter Cheftrainer René Wagner nun arbeiten – und darauf hoffen, dass mit Aches Rückkehr zumindest ein bisschen Torgefahr im Strafraum wieder hinzukommt. Denn ohne den kopfballstarken Stoßstürmer war der Angriff der Geißböcke seit dem Auswärtsspiel in Frankfurt – die Pokal-Gala gegen Union ausgenommen – nur noch ein laues Lüftchen. Gut, dass mit Malek El Mala zumindest eine weitere Option im Angriff dazu gekommen ist.








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