Bester Club, schwerstes Programm: Irrer Spielplan-Ärger für die U17 

Die U17 des 1. FC Köln gehört in dieser Saison zu den besten Mannschaften in Deutschland. (Foto: Bucco)
Die U17 des 1. FC Köln gehört in dieser Saison zu den besten Mannschaften in Deutschland. (Foto: Bucco)

Die B-Junioren des 1. FC Köln gehören in dieser Saison zum Maß aller Dinge in ihrer Altersklasse. Die Mannschaft von Trainer Manuel Hartmann wird seine Gruppe D in der Nachwuchsliga A als Tabellenführer abschließen. Trotzdem droht dann eine Hammer-K.o.-Runde. 

Keine andere U17-Mannschaft hat in den vier Gruppen der Liga A eine derart blitzsaubere Bilanz vorzuweisen wie der Nachwuchs des 1. FC Köln. Bislang konnten die Kölner B-Junioren alle sieben Spiele der Hauptrunde mit einem Torverhältnis von 21:2 für sich entscheiden. In den übrigen drei Gruppen sucht man eine Mannschaft ohne Punktverlust vergeblich. 

Trotz dieser überragenden Leistung stehen die Kölner, die bereits seit Wochen für das Achtelfinale qualifiziert sind und denen auch Platz eins nicht mehr zu nehmen ist, vor schwierigen Aufgaben in der K.o.-Runde. In der Runde der letzten 16 würde der FC in einem Heimspiel auf den Tabellenvierten der Gruppe C treffen. Stand jetzt wäre das der 1. FSV Mainz 05. Doch auch der FC Ingolstadt (Dritter) und der 1. FC Nürnberg (Fünfter) könnten am Ende auf Rang vier landen. Der FC Bayern und die TSG Hoffenheim scheinen derweil die ersten beiden Plätze unter sich auszumachen.

Nach dem Achtelfinale nur noch auswärts

Sollte der FC das Achtelfinale dann aber überstehen, käme es anschließend knackig für die Kölner. Denn der Spielplan des DFB für die K.o.-Runde sieht vor, dass der FC nach dem Heimspiel im Achtelfinale bei allen möglichen Folge-Partien auswärts antreten müsste. Zudem würde im Falle des Viertelfinal-Einzugs bereits der Sieger der Gruppe B auf den FC warten – sollte dieser sein Achtelfinale ebenfalls für sich entscheiden können. Dort steht aktuell der SC Paderborn auf Platz eins, dicht gefolgt jedoch von RB Leipzig und dem Hamburger SV.

„Wir haben eine sehr gute Vorrunde und eine sehr gute Hauptrunde gespielt. Trotzdem bestreiten wir in der K.o.-Phase außer dem Achtelfinale voraussichtlich alle Spiele auswärts – zudem gibt es nur ein Spiel und kein Rückspiel“, ärgert sich auch Lukas Berg, der Bereichsleiter Nachwuchsfußball beim 1. FC Köln, im Gespräch mit dem GEISSBLOG. „Und obwohl wir Gruppenerster sind, würden wir schon im Viertelfinale gegen den Erstplatzierten einer anderen Gruppe spielen.“ 

Nur ein Spiel fürs Weiterkommen

In der Endrunde werden die Spiele im K.o.-Modus ab dem Achtelfinale in einer einzigen Partie ausgetragen. Der Austragungsort des Finales ergibt sich dabei aus dem Sieger der Paarung vom ersten Halbfinale. Der FC würde, sollte er die Runde der letzten vier Mannschaften erreichen, das zweite der beiden Halbfinalpartien auf fremdem Platz bestreiten und entsprechend auch in einem Finale auswärts antreten müssen.

Für den FC ist die Festlegung des Turnierbaumes so ärgerlich wie unverständlich. Nichtsdestotrotz zeigen sich die Verantwortlichen mit der Reform des DFB im Nachwuchsfußball zufrieden. „Ich finde es super, dass die Reform mit der DFB-Nachwuchsliga umgesetzt wurde“, sagt Berg. „Wir haben vier Jahre darauf hingearbeitet, dass wir mehr Spiele auf Augenhöhe mit mehr Relevanz haben.“ Hinsichtlich des aus Kölner Sicht ärgerlichen Turnierbaumes sieht der Nachwuchschef „noch ein wenig Optimierungsbedarf – das ist aber vollkommen okay, es ist wichtig, dass etwas verändert wurde, was auf noch justiert werden kann.“

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