Keine Mannschaft hat in der 2. Bundesliga mehr Eigentore erzielt als der 1. FC Köln. Am Sonntag traf Timo Hübers bereits zum zweiten Mal in das eigene Gehäuse – und konnte erneut nichts dafür.
Der 1. FC Köln hat in dieser Saison drei Eigentore erzielt, mehr als jede andere Mannschaft in der 2. Bundesliga. An allen drei Treffern war Timo Hübers direkt beteiligt. Gegen Hannover 96 in der Hinrunde schoss der FC-Kapitän Florian Kainz an, von dem der Ball ins eigene Tor flog. In der Rückrunde traf Hübers zweimal selbst.
Gegen den Karlsruher SC wurde Hübers von Jusuf Gazibegovic angeschossen, weshalb die Geißböcke die Partie verloren. Nun wurde Hübers im Heimspiel gegen Preußen Münster von seinem Gegenspieler Joshua Mees angeschossen, jedoch nicht direkt vor dem eigenen Tor, sondern gut 15 Meter vor Marvin Schwäbe auf halblinker Position. Es folgte eine kuriose Bogenlampe.
Was Hübers und Schwäbe sagten
„Sie haben es geschafft, unsere letzte Linie zu brechen. Dann stelle ich meinen Gegenspieler trotzdem eigentlich noch. Dann aber fliegt der Ball wie in Zeitlupe hinten rein“, beschrieb Hübers die Situation. „Wir haben uns zum Glück schnell den Mund abgeputzt und noch vor der Pause das 2:1 gemacht. Daher fiel das Tor nicht so ins Gewicht.“
Schwäbe wurde in der Situation komplett überrascht. Der Ball nahm eine unerwartete Flugkurve, stieg in hohem Bogen auf und landete mit ordentlich Spinn genau neben dem Pfosten im Kölner Tor. „Dass so ein abgefälschtes Scheißtor mal passiert, ist nicht zu ändern“, sagte Schwäbe hinterher. „Ich wusste, dass es extrem eng werden würde. Ich hatte noch die Hoffnung, dass der Ball raustitschen würde, aber er hat sich dann reingedreht. Das war bitter.“
Drei Wochen ohne FC-Kapitän
Gegen Hannover kostete das Kainz-Eigentor den Sieg, gegen Karlsruhe führte das Eigentor zur Niederlage. Gegen Münster jedoch war es das erste Mal nicht relevant, der FC behielt die Punkte trotzdem in Köln und machte einen großen Schritt in Richtung Aufstieg. Auch, weil mit Hübers ein wichtiger Faktor zurück in der Startelf stand. Nach drei Wochen ohne den Kapitän wirkten die Geißböcke mit Hübers wieder stabil.
„Mir kam es zugute, dass wir eine lange Trainingswoche hatten. Ich war seit Anfang der Woche wieder im Mannschaftstraining“, freute sich Hübers, wieder fit genug zu sein. „Unter der Woche ging die Pumpe ganz ordentlich, jetzt im Spiel habe ich mich gut gefühlt und 90 Minuten durchgehalten. Ich glaube, ich bin wieder im Rhythmus.“ Auch, um in einer Woche gegen seinen Ex-Club aus Hannover wieder zu bestehen.








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