Der 1. FC Köln kämpft um Dejan Ljubicic. Wie entscheidet sich der Österreicher, dem mehrere Angebot aus dem In- und Ausland vorliegen? Der FC hat dem 27-Jährigen ein Vertragsangebot gemacht.
Wieder einmal sorgt Dejan Ljubicic mit seinen Wechselgedanken für Schlagzeilen. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln kokettiert wie schon in den Jahren zuvor mit einem Transfer im Sommer. In dieser Woche sagte der 27-Jährige einen Medizincheck bei Union Berlin ab. Dann kam das Gerücht auf, wonach der kroatische Rekordmeister Dinamo Zagreb im Werben um Ljubicic vorne liege.
Letzteres würde überraschen. Erstens, weil Ljubicic mit einem Wechsel in die kroatische Liga seine Chancen auf ein Comeback in der österreichischen Nationalmannschaft noch einmal verschlechtern würde. Zweitens, weil der FC-Star eigentlich angekündigt hatte, in einer Top-Liga spielen zu wollen. Das betonte am Freitag auch noch mal Thomas Kessler auf der Pressekonferenz vor dem FC-Spiel bei Hannover 96.
Er hat klar kommuniziert, dass er sich in einer Top-5-Liga sieht
Thomas Kessler
„Es ist völlig normal, dass zu diesem Zeitpunkt Gerüchte aufkommen, wenn der Vertrag eines Spielers ausläuft“, sagte der Lizenzspieler-Leiter. Konkrete Nachfragen zu Zagreb oder Union Berlin wollte Kessler hingegen nicht beantworten. Jedoch machte er klar: „Wir sind mit Dejo in einem offenen Austausch, und das nicht erst seit ein paar Tagen. Er hat klar kommuniziert, dass er sich in einer Top-5-Liga sieht. Das ist nicht die 2. Bundesliga, sondern die Bundesliga.“
Ljubicic habe dem FC aber bislang nicht mitgeteilt, dass er eine andere Herausforderung suche, machte Kessler klar. „Nein, das hat er nicht.“ Vielmehr nahm der Lizenzspieler-Leiter den 27-Jährigen in Schutz und betonte, dass Ljubicic weiterhin „das hundertprozentige Commitment zeige, den Aufstieg mit dem FC zu erreichen. „Bei Dejo ist die Situation speziell, aber wenn ein Spieler in so einer wichtigen Phase seiner Karriere auf die Zähne beißt, ist das kein Anzeichen dafür, dass er mit dem Kopf schon woanders ist.“
Bundesliga-Konkurrenz wirbt weiter
Vielmehr kämpft der FC weiter um Ljubicic und hat dem Spieler nach GEISSBLOG-Informationen bereits vor Wochen ein hoch dotiertes Vertragsangebot vorgelegt, um langfristig zu verlängern. Dass Ljubicic zögert, liegt nicht nur daran, dass der FC die Rückkehr in die Bundesliga noch nicht perfekt gemacht hat. Auch, weil der 27-Jährige einmal mehr darüber nachgrübelt, welcher Karriereschritt nun folgen soll.
Zagreb könnte finanziell zwar lukrativ sein, würde sportlich aber einen Schritt aus dem Rampenlicht heraus machen und seine Chancen auf eine weitere Karriere in der Nationalmannschaft mindern. Darüber hinaus gibt es neben Union Berlin weitere Bundesliga-Clubs, die um den Mittelfeldspieler werben. Der FC ist noch nicht chancenlos, die Konkurrenz im Kampf um den ambitionierten Spieler aber hoch.
Zeitplan für Ljubicic gänzlich offen
Ljubicic fühlt sich zwar grundsätzlich wohl in Köln, zuletzt aber nur bedingt wertgeschätzt, als er mehrfach nur als Joker auf der Ersatzbank saß. Dass diese Phase ausgerechnet nach Verhandlungen zwischen Ljubicic-Berater Christian Marth und Sportchef Christian Keller kam, half dem FC in der Überzeugungsarbeit nicht. Nun soll ein erfolgreicher Saisonabschluss aus FC-Sicht für die entscheidenden Argumente pro Köln sorgen.
Allerdings ist noch gänzlich offen, wie und wann sich der Spieler entscheiden wird. Wartet Ljubicic den sportlichen Ausgang der 2. Bundesliga überhaupt noch ab? Oder entscheidet sich der 27-Jährige womöglich schon vorher für einen anderen Club? Auch beim FC weiß man dies nicht. Nur, dass Ljubicic beim Aufstieg mithelfen soll. Denn nur dann hätte Köln überhaupt eine Chance den Spieler zu halten.







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