„Unbedingt!“ Martel ist „geblieben, um genau das zu erreichen“

Eric Martel will den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga führen. (Foto: Bucco)
Eric Martel will den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga führen. (Foto: Bucco)

Eric Martel ist einer der Anführer des 1. FC Köln und gleichzeitig der konstanteste Feldspieler in der Mannschaft von Gerhard Struber. Vor dem Heimspiel gegen Jahn Regensburg spricht der Defensiv-Allrounder über die Bedeutung des Aufstiegs – ohne den die Geißböcke den Kapitän der U21-Nationalmannschaft wohl definitiv verlieren würden. Martel über…

… die 0:1-Niederlage des 1. FC Köln in Hannover: „Wir haben das Spiel analysiert und unsere Fehler gesehen. Wir waren nicht so ganz wach, das kann ich mir selbst nicht erklären. Wir hatten 15.000 Fans im Rücken, hatten eine Mega-Chance. Aber in gewissen Situationen waren wir zu schlampig, mit dem Kopf nicht bei der Sache. Mit dem Trainerteam, aber auch innerhalb der Mannschaft wird viel kommuniziert, woran es gelegen hat. Wir sind echt in einem guten Austausch und haben einen guten Umgang miteinander. Natürlich hatten wir auch das Problem, dass wir ein Mann weniger waren. Nichtsdestotrotz haben wir das hinter uns gelassen und konzentrieren uns jetzt auf das nächste Spiel gegen Regensburg.“

… die verpasste Chance auf den Heim-Aufstieg: „Das ist natürlich bitter für uns, aber so ist es jetzt. Mir ist es egal, wir können es auch auswärts schaffen – Hauptsache, wir schaffen es.“

„Wenn wir nicht mit Selbstvertrauen reingehen, wer sonst?“

… das Heimspiel gegen Regensburg am Samstagabend: „Es wird ein anderes Spiel, ich glaube, Regensburg hat nichts mehr zu verlieren. Ich gehe davon aus, dass viele lange Bälle kommen werden, dass wir hinten stabil stehen müssen. Mit Ball müssen wir gute Lösungen finden, uns gut bewegen.“

… seine Beziehung zum SSV Jahn, als ehemaliger Nachwuchsspieler: „Klar verfolge ich noch alle Ergebnisse. Es ist für mich nicht so schön, dass Regensburg so weit unten steht. In dem Spiel muss ich das aber leider beiseiteschieben.“ 

Wir sind so nah dran. Und wenn man so nah dran ist, dann möchte man es auch unbedingt ziehen.

Eric Martel

… den Druck im Aufstiegskampf: „Wir gehen genauso ran wie in den anderen Spielen auch. Klar merkt man die Erwartungshaltung, aber das ist in Köln immer so. Wir versuchen einfach, unsere beste Leistung in jedem Spiel hinzubekommen. Das gelingt uns in der Hinsicht nicht so oft. Aber wir haben gute Ergebnisse eingefahren und können mit einem positiven Gefühl in das Spiel reingehen – wir haben immer noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wenn wir nicht mit Selbstvertrauen in das Spiel reingehen, wer sonst?“

… das Wiedersehen mit dem verliehenen Sargis Adamyan: „Der eine oder andere steht bestimmt in Kontakt mit ihm. Ich freue mich, gegen ihn spielen zu dürfen.“ 

Martel „lieber auf der Sechs“

… seine Wechsel zwischen der Sechs und der Dreierkette: „Ich spiele lieber auf der Sechs, das habe ich schon öfter gesagt. Aber ich bin keiner, der sagt: Ich gebe jetzt nicht 100 Prozent, wenn mich der Trainer nicht dahin stellt. Ich gebe auf jeder Position die 100 Prozent, die ich auch auf der Sechs gebe. Für mich ist das kein Problem.“ 

… die Bedeutung des Aufstiegs für ihn persönlich: „Der Aufstieg ist sehr wichtig für mich. Ich bin hiergeblieben, um genau so etwas wieder zu erreichen. Ich versuche, hier voranzugehen und die Mannschaft mitzuziehen. Ich glaube, am Anfang der Saison hätte nicht jeder gedacht, dass wir jetzt da stehen, wo wir stehen. Wir sind so nah dran. Und wenn man so nah dran ist, dann möchte man es auch unbedingt ziehen.“

… seine Qualitäten als Anführer: „Ich glaube, ich bin von der Personalie her ein Leadertyp. Ich versuche, immer voranzugehen – egal, ob ich die Binde trage oder nicht, das ist mir eigentlich egal. Das Kapitänsamt ist noch mal etwas anderes, da hat man noch mehr Verantwortung. Der Hübi macht das echt ganz gut.“

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