Der 1. FC Köln fiebert dem großen Sonntag der Entscheidungen entgegen. Nicht nur die Profis spielen gegen den 1. FC Kaiserslautern um den Aufstieg, sondern auch die U19 im Finale um die Deutsche Meisterschaft bei Bayer 04 Leverkusen.
Für die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck wird der 18. Mai 2025 gleich doppelt ein besonderer Tag. Nicht nur trifft die U19 des 1. FC Köln um 11 Uhr im Finale um die Deutsche Meisterschaft auf Bayer 04 Leverkusen. Das Spiel findet auch in der BayArena vor einer Kulisse von über 15.000 Fans statt.
Bayer genießt dank der Auslosung Heimrecht. Beide Clubs versprechen sich vom Umzug in das Bundesliga-Stadion der Werkself eine große Fan-Schar, womöglich sogar über 20.000 Zuschauer. Stefan Ruthenbeck sprach am Mittwoch über die besondere Partie und die Nervosität vor dem Finale. Das sagte der 53-Jährige über…
Dieses Spiel gab der U19 einen „Kick“
…die Bedeutung des Finales: „Ein solches Spiel ist ein Zeichen, dass wir im Nachwuchs über Jahre gute Arbeit geleistet haben. Das ist immer eine Summe aus vielen Trainern, die ihren Anteil haben. Ich darf das jetzt als Trainer der U19 abschöpfen.“
…die Qualitäten seiner Mannschaft: „Die Mentalität, definitiv. Wir mussten gegen viele Widerstände ankämpfen. Das begann schon in der Vorrunde mit vielen Verletzungen und Ausfällen. Das ging in der Meisterrunde weiter, als wir auf Top-Mannschaften getroffen sind. Wir haben beim FC Bayern in doppelter Unterzahl gewonnen. Das war besonders und hat uns einen Kick gegeben. Wir haben einen guten Zusammenhalt und die Jungs wollen was erreichen. Als wir in Stuttgart gewonnen haben, wussten wir: Da geht was.“
Leverkusen ist der Favorit, aber unsere Rolle als Außenseiter tut uns gut, Jäger zu sein
Stefan Ruthenbeck
…den Finalgegner Leverkusen: „Wir haben schon ein paar Mal gegen Leverkusen gespielt. Zu sagen, wir wären der Favorit oder es wäre ein 50-50-Spiel, wäre nicht in Ordnung. Leverkusen ist der Favorit. Außer im Pokal haben wir uns gegen Bayer sehr schwer getan. Aber unsere Rolle als Außenseiter tut uns gut, Jäger zu sein. Wir wollen unangenehm sein, das können wir. Dann können wir überraschen.“
…das Spiel in der BayArena: „Das ist etwas Besonderes. Die Frage ist: Wer kommt damit zurecht? Das wird für unsere Jungs das erste Mal sein. Wenn wirklich über 15.000 Zuschauer kommen werden, wird das etwas ganz Besonderes sein. Darauf kann man niemanden vorbereiten. Manche werden damit kein Problem haben, aber viele werden sehr nervös sein.“
…die Vorbereitung auf das Spiel: „Ich kann ein bisschen aus meiner Erfahrung erzählen, aber auch ich werde nervös sein. Das merke ich auch jetzt schon. (lacht). Für manchen wird es die größte Kulisse bleiben, denn es ist vermessen zu glauben, dass es alle Spieler schaffen werden. Das ist nicht realistisch. Das ist eine besondere Erfahrung. Das werden wir ihnen mitgeben.“
Erst Deutscher Meister, dann Aufsteiger
…die letzten Stunden vor dem Spiel: „Wir wollen es so einfach machen wie möglich. Wir werden die Abläufe nicht großartig verändern. Klar werden wir nach dem Abschlusstraining noch mal zusammenkommen, werden Revue passieren lassen, was passiert ist, um die Jungs einzustimmen. Am Sonntag werden wir dann aber am Geißbockheim gemeinsam frühstücken und werden dann nach Leverkusen rüberfahren. Etwas früher, um nicht in den Stau zu kommen, aber wir werden die Abläufe so klein halten wie möglich.“
…den Zeitpunkt des Spiels am Sonntag: „Das ist ein Sky-Livespiel. Das ist ein guter Zeitpunkt. Auch für uns, für die U19. Mit einem Erfolg ins RheinEnergieStadion zu fahren und den Erfolg der Profis anzuschauen, ist etwas ganz Besonderes.“
Justin von der Hitz hat enorme Wertschätzung gerade aus dem Nachwuchs erhalten
Stefan Ruthenbeck
…Justin von der Hitz: „Wir haben um ihn gekämpft, das weiß er auch und weiß er auch zu schätzen. Er hat enorme Wertschätzung gerade aus dem Nachwuchs erhalten. Er ist einer unserer Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Das hat er gezeigt und wird er am Sonntag wieder zeigen. Wenn er sich hier verabschieden kann als U17-Weltmeister und als U19-Deutscher Meister – was gibt es Schöneres?“
…das Personal: „Fayssal Harchaoui hat noch Probleme am Zeh aus dem Spiel in Bremen, als er bei einem Pressschlag was abbekommen hat. Das könnte eng werden. Keyhan Sancarbarlaz kehrt zurück, der im Vorfeld viel gespielt hat. Bei ihm wird es auch eng, aber wir müssen schauen. Das sind zwei Personalien, die noch spannend werden.“







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