Der 1. FC Köln will am Sonntag den Aufstieg perfekt machen und sich von dem Eklat um Tim Lemperle nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das sagt Timo Hübers vor dem Aufstiegsfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Das mediale Interesse an der Mixed Zone vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern war am Mittwoch so groß wie lange nicht mehr. Das dürfte zum einen an der Wichtigkeit des bevorstehenden 34. Spieltags liegen. Die Anspannung vor dem Finale um den möglichen Aufstieg spitzt sich in der 2. Liga zu. Freilich dürfte jedoch auch mit Spannung erwartet worden sein, wie sich Timo Hübers zu den Vorfällen rund um Tim Lemperle äußern würde und welchen Einfluss diese auf die Mannschaft haben.
Der Kapitän, der sicherlich mit den entsprechenden Nachfragen gerechnet haben dürfte, wollte sich am Mittwoch vor dem Spiel jedoch nicht zu seinem verletzten Teamkollegen äußern. „Ich sage heute nichts zu Tim Lemperle. Wir können am Wochenende aufsteigen, deswegen stellt mir bitte Fragen zum Sport“, sagte der 28-Jährige. Stattdessen sprach der Kapitän anschließend über…
…die Stimmung innerhalb der Mannschaft: „Es ist glaube ich ein guter Mix aus Angespanntheit und der nötigen Lockerheit. Wenn man das Training heute verfolgt hat, wissen wir schon, wie wir den Punkt treffen müssen. Das stimmt mich optimistisch, auch wenn mir die Woche ewig lang vorkommt. Ich würde lieber heute als morgen spielen.“
…die Brisanz des Spiels: „Ich erwarte ein stimmungsvolles Spiel, die Euphorie ist groß. Wie es in Kaiserslautern aussieht, kann ich aus der Ferne nicht ganz einschätzen. Wir wollen im besten Fall daran anknüpfen, wie wir in Nürnberg gespielt haben. Das war kein offener Schlagabtausch, das war ein sehr kontrolliertes Spiel von uns mit in weiten Teilen überlegenen Phasen. Das wollen wir auch gegen Kaiserslautern hinbekommen, damit es kein wilder Schlagabtausch wird.“
„Das ist, was den Standort auszeichnet“
…die zu erwartende Stimmung am Sonntag im Stadion: „Das wird super wichtig. Das ist, was den Standort auszeichnet. Ich habe hier schonmal eine Europa-Qualifikation miterlebt und was da los war. Ich glaube, ein möglicher Aufstieg würde in ähnliche Sphären vorstoßen. Die Vorfreude ist groß. Die Bilder darf man sich in die Köpfe holen, um es als Motivationsspritze zu nehmen. Wir wollen uns vergegenwärtigen, was wir schaffen können. Mit einem Blick in den Rückspiel, hätte sich vor einem halben Jahr wohl jeder so ein Saisonfinale gewünscht. Ich bin optimistisch und gehe mit einem guten Gefühl rein.“
…den möglichen Aufstieg als Geschenk an die Fans: „Wir wollen nicht nur den Fans etwas zurückgeben, sondern uns auch. Wir wollen uns selbst beweisen, dass wir zu den zwei besten Mannschaften in dieser Liga gehören. Dann wollen wir nächste Saison hoffentlich wieder da spielen, wo sich der ganze Verein und das Umfeld sieht. Es war kein schönes Abstiegsjahr. Dann haben viele gesagt, dass sie hier bleiben. Wenn dann am Ende der Aufstieg bei rumspringen sollte, können wir uns alle einmal dick anlächeln.“
…die Erfahrung von Friedhelm Funkel in dieser Situation: „Er hat es schon ein paar Mal erlebt. Ich nehme ihn sehr optimistisch war, er bestärkt uns in den Sachen, die wir gut können. Gleichzeitig spricht er die Dinge an, die vielleicht nicht so gut waren. Er strahlt eine Zuversicht aus, hat den Tick Gelassenheit, den es in dieser Situation braucht. In Nürnberg hat man schon gesehen, dass es sich auf die Spieler übertragen hat. Jetzt gilt es, das nochmal zu wiederholen.“





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