Funkel zur Kaderplanung: „Du brauchst vier bis sechs Spieler in der Spitze“

Friedhelm Funkel beim FC-Talk von Dumont. (Foto: Bucco)
Friedhelm Funkel beim FC-Talk von Dumont. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln muss für die anstehende Bundesliga-Saison einen Kader zusammenstellen, der im Kampf um den Klassenerhalt konkurrenzfähig ist. Noch-Trainer Friedhelm Funkel hat eine klare Meinung, wie das gelingen soll.

Der 1. FC Köln hat mit dem Großteil der Spieler, der in der Vorsaison den Abstieg verschuldet hatte, ein Jahr später den direkten Wiederaufstieg geschafft. Dabei konnten die Kölner auch die Abgänge der Stammspieler Jeff Chabot und Davie Selke kompensieren. Im Winter hatte Ex-Sportchef Christian Keller den Kader dann punktuell auf einigen Positionen verstärken wollen.

Nach der Rückrunde fällt die sportliche Bilanz der Neuzugänge Anthony Racioppi, Jusuf Gazibegovic, Joël Schmied und Imad Rondic jedoch durchwachsen aus. Während der FC die Kaufoption bei Racioppi wohl nicht ziehen und der Torhüter zunächst zu Hull City zurückkehren wird, steht das übrige Trio auch in der kommenden Saison am Geißbockheim unter Vertrag. Ob die beiden Abwehrspieler sowie der Stürmer jedoch für die Bundesliga eine Verstärkung darstellen können, konnten die Winter-Zugänge bislang noch nicht unter Beweis stellen.

Rund zwölf Millionen für Neuzugänge

Entsprechend muss man kein Prophet sein, um zu wissen, dass sich der 1. FC Köln für die kommende Saison auf einigen Positionen verstärken wird und muss. Zwar wollte Vize-Präsident Carstensen Wettich beim „E Levve lang – der Talk zum FC“ von Express und Kölner Stadt-Anzeiger am Mittwoch kein genaues Transferbudget bekanntgeben. Dem Vernehmen nach sollen die Geißböcke aber rund zwölf Millionen Euro für Transfers zur Verfügung haben.

Noch-Trainer Friedhelm Funkel äußerte dabei seine Vorstellung, wie viele Spieler der FC von diesem Geld verpflichten sollte, um den Klassenerhalt als realistisches Ziel ausgeben zu können. „Wir haben gute Spieler. Es sind gute Spieler da, den man auch Vertrauen geben muss“, lobte der Aufstiegs-Coach zunächst. „Aber“, so Funkel weiter, „du brauchst, selbst wenn der Kader so bleibt, wie er jetzt ist, vier bis sechs Spieler in der Spitze.“

Funkel von Klassenerhalt überzeugt

Dass der Kader der abgeschlossenen Saison so zusammenbleibt, ist dabei freilich ausgeschlossen. Tim Lemperle und Dejan Ljubicic haben ihren ablösefreien Abgang bereits verkündet. Auch Mathias Olesen und Marvin Obuz werden den Club verlassen. Mark Uth beendet seine Karriere. Weitere Abgänge sind nicht ausgeschlossen und werden wohl im Laufe des Sommers hinzukommen.

Entsprechend könnten es am Ende sogar mehr Neuzugänge werden, als die von Funkel ins Spiel gebrachten vier bis sechs. Funkel ist jedoch davon überzeugt, „dass der FC eine Mannschaft zusammenstellen wird, die mit fünf, sechs anderen Mannschaften darum kämpfen wird, in der Liga zu bleiben.“ Dabei mahnt der 71-Jährige, nach der gewonnen Zweitliga-Meisterschaft nicht in eine zu hohe Erwartungshaltung zu verfallen.

Wir dürfen keine Luftschlösser bauen.

Friedhelm FUnkel

„Wir dürfen keine Luftschlösser bauen, aber der Klassenerhalt kann klappen“, ist Funkel überzeugt. Dabei sprach der Trainer Thomas Kessler, der die Geschicke als Sportdirektor weiterhin leiten wird, sein volles Vertrauen aus: „Und so eine Mannschaft wird der FC dafür zusammenstellen.“ Dieser wird aber ohnehin zunächst die Trainer-Frage klären müssen – und sich dafür selbst auch nochmal intensiv mit Friedhelm Funkel austauschen.

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