Tage der Entscheidung: Der FC setzt jetzt wohl auf die Karte Kwasniok

Lukas Kwasniok bei seinem emotionalen Abschied beim SC Paderborn. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Lukas Kwasniok bei seinem emotionalen Abschied beim SC Paderborn. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Die Trainerposten in der Bundesliga und 2. Bundesliga werden nun fast täglich geschlossen. Auch der 1. FC Köln nähert sich einer Entscheidung an. Lukas Kwasniok soll der Nachfolger von Friedhelm Funkel werden.

So langsam nimmt das Tempo bei der Trainersuche im deutschen Profifußball zu. Werder Bremen steht vor der Verpflichtung von Horst Steffen. Der FC Schalke 04 soll sich mit Christian Titz einig sein. Bayer Leverkusen hat sich längst auf Erik ten Hag verständigt, während Sandro Wagner beim FC Augsburg unterschreibt und der VfL Wolfsburg Jacob Neestrup vom FC Kopenhagen holen will.

Kommt alles so, hat sich der Trainermarkt für den 1. FC Köln automatisch reduziert, allerdings ohne Bedauern bei den Geißböcken. Denn aus dem Geißbockheim ist zu hören, dass man mit den Gerüchten in den letzten Tagen durchaus leben konnte. Ob Steffen oder Titz oder Christian Eichner, der wegen seiner Vertragsverlängerung in Karlsruhe ohnehin kein ernstes Thema war: Zuletzt hatte man sich beim FC ohnehin auf zwei andere Namen konzentriert.

Kwasniok reizt ein Traditionsclub

Die Bundesliga-erfahrene Option war Urs Fischer. Zwar steht der Schweizer für einen gänzlich gegensätzlichen Fußball zur aktiven FC-Spielidee, jedoch war man beim FC der Ansicht, dass Fischer im ersten Jahr die Chancen auf den Klassenerhalt deutlich erhöht hätte. Und nur dieses Ziel kann der FC in der Saison 2025/26 haben.

Jedoch war von vorne herein Lukas Kwasniok die eigentliche Nummer eins beim FC, und genau das scheint sich nun zu bestätigen. Der Noch-Trainer des SC Paderborn hat sich offenbar entschieden, nicht weiter in der 2. Liga trainieren zu wollen. Damit waren insbesondere Schalke und Hannover aus dem Rennen. In der Bundesliga hingegen reizt Kwasniok vor allem ein Traditionsclub – und da war auch für den 43-Jährigen offenbar vor allem der FC interessant.

Ablöse bei rund einer Million Euro

GEISSBLOG-Informationen decken sich mit weiteren Medienberichten, wonach die Trainersuche beim FC vor dem Abschluss steht und Kwasniok der Favorit ist. Sein Vertrag beim SCP läuft noch bis 2026, daher müsste der FC eine Ablöse zahlen, die dem Vernehmen nach bei rund einer Million Euro liegen soll. Dazu aber wäre der FC bereit, weil man sich von der Verpflichtung einen ähnlichen Effekt verspricht wie von Steffen Baumgart, der 2021 aus Paderborn gekommen war.

Kwasniok hatte Baumgart in Paderborn beerbt, nachdem er zuvor unter anderem in Karlsruhe, Jena und Saarbrücken gearbeitet hatte. Mit dem FCS war er 2019/20 ins Halbfinale des DFB-Pokals vorgestoßen und Meister der Regionalliga Südwest geworden. Mit Paderborn landete er in vier Jahren auf den Plätzen sieben, sechs, sieben und vier.

FC bewegt sich im Zeitrahmen

Die Tage der Entscheidung beim 1. FC Köln stehen also bevor. Bis zum Wochenende könnte der neue Trainer feststehen. Sportdirektor Kessler hatte bereits in der vergangenen Woche einen groben Zeitraum von sieben bis zehn Tagen definiert, sodass sich der FC in seinem gesetzten Zeitrahmen bewegt.

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