Dank Millionensummen: Diesen Etat kann der FC in der Bundesliga stemmen

Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff. (Foto: Bucco)
Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln kehrt finanziell gesundet in die Bundesliga zurück. Sondereffekte haben den Geißböcken dabei geholfen, auch in der letzten Saison. Entsprechend kann der FC einen konkurrenzfähigen Spieleretat stemmen.

Als der 1. FC Köln 2023/24 in die 2. Liga abstieg, geschah dies mit einem Etat von knapp über 40 Millionen Euro. Damit hatte der FC vor Darmstadt und Heidenheim gelegen, sowie auf Augenhöhe mit Bochum. Bremen und Mainz hatten minimale höhere Etats bei rund 42 Mio. Euro stemmen können.

Zur Erinnerung: Der FC hatte seinen Etat in den Jahren zuvor deutlich reduzieren müssen. 2021/22 hatten die Geißböcke noch rund 60 Mio. Euro ausgegangen, in der Folgesaison bereits 20 Prozent weniger (48 Mio. Euro). In der Saison 2023/24 ging es dann noch einmal 17 Prozent runter auf 40 Mio. Euro – inklusive eines sportlichen Substanzverlustes, der in 2. Bundesliga führte.

Millionen-Mehreinnahmen helfen dem FC

Diesen Fehler, sehenden Auges in die 2. Liga zu laufen, weil man sich totgespart hatte, soll dem FC nicht noch einmal passieren. Da trifft es sich gut, dass die Geißböcke wieder über deutliche Handlungsspielräume verfügen. Teilweise ist dies selbst verschuldet, weil die Transfersperre dazu geführt hatte, dass der FC im Januar 2024 und Sommer 2024 keine Ablösesummen ausgeben konnte. Teils kamen Sondereffekte hinzu, die sich nun auszahlen.

Der FC hat in der abgelaufenen Saison trotz der Winter-Neuzugänge in Höhe von über fünf Millionen Euro ein Transferplus erzielt. Durch die Verkäufe von Jeff Chabot im Sommer und Jonas Urbig im Winter geht der FC mit einem Transferplus in mittlerer, einstelliger Millionenhöhe aus der Saison – je nach Boni für Urbig kann diese Summe in den oberen, einstelligen Millionenbereich anwachsen.

So hoch wird der Spieleretat sein

Darüber hinaus hatte der FC nicht mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale geplant. Über drei Millionen Euro an Prämien flossen selbst ohne die geteilten Zuschauereinnahmen in die Kölner Kasse. Geplant hatte der Club lediglich mit Runde zwei und damit mit einer halben Million. So wird Geschäftsführer Philipp Türoff auf der Mitgliederversammlung im Herbst erneut stark positives Geschäftsergebnis für das Jahr 2024/25 vermelden können.

Was dies nun mit dem Lizenzspieleretat machen wird? Das hängt im Detail noch an den Transfers und Neuzugängen, die der FC im Sommer verpflichten wird. Doch der FC rechnet nach GEISSBLOG-Informationen aktuell mit einer Verdopplung des Zweitliga-Etats. Dieser lag demzufolge bei 23,5 Mio. Euro. Mit dann rund 47 Mio. Euro würden die Geißböcke einen Etat stemmen, der den FC im unteren Tabellendrittel der Bundesliga konkurrenzfähig machen würde.

Mehr als zwölf Millionen für Transfers?

„Natürlich gibt es da eine Größe, die werde ich allerdings nicht öffentlich machen“, hatte Türoff unlängst dem Kölner Stadt-Anzeiger erklärt. Die Botschaft aber werde lauten: „Wir haben uns wieder Handlungsspielräume erarbeitet und werden diese nach dem geschafften Aufstieg auch einsetzen. Wir wollen eine Mannschaft zusammenhaben, die Spaß macht und die auch in der Bundesliga eine gute Rolle spielen kann, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu schaffen.“

Das werde man laut Türoff „finanziell nicht naiv angehen, sondern wir wollen absolut wettbewerbsfähig sein und im Zweifel gegenüber unseren Konkurrenten auch mal die Nase vorne haben“. Entsprechend wird der FC in diesem Sommer auch eine zweistellige Millionensumme für die Kaderumgestaltung in die Hand nehmen. Türoff nannte die schon häufiger kolportierten zwölf Millionen Euro „etwa die Größenordnung, die wir brauchen“. Dem Vernehmen nach aber soll diese Summe auch erweiterbar sein, sollte die Kaderplanung es benötigen.

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