Beim SC Paderborn setzte Lukas Kwasniok in den vergangenen Jahren fast ausschließlich auf eine Dreierkette. Wie könnte der 1. FC Köln im favorisierten System seines neuen Trainers auflaufen?
Lukas Kwasniok war nicht immer ein Freund der Dreierkette. 2019, als er beim 1. FC Saarbrücken anheuerte, sagte der neue Chefcoach des 1. FC Köln der Saarbrücker Zeitung: „Man muss das System spielen, zu dem man das Spielermaterial hat. Aber in den letzten zehn Jahren ist meines Wissens nach außer Chelsea keine Mannschaft Meister geworden oder aufgestiegen mit einer Dreierkette.“
Beim SC Paderborn, seiner anschließenden Station, wendete sich das Blatt. In seiner ersten Saison mit den Ostwestfalen setzte Kwasniok noch vornehmlich auf eine Viererkette. Doch ab der Spielzeit 2022/23 vertraute der 43-Jährige fast ausschließlich auf eine Formation mit Dreierkette – meist auf ein 3-4-3, 3-4-1-2 oder 3-4-2-1.
Setzt Kwasniok auch beim FC auf Dreierkette?
Ob sein Lieblingssystem auch die künftige Grundordnung des FC werden soll, ist bislang nicht bekannt. Darüber wird Kwasniok womöglich aufklären, wenn er in der letzten Juni-Woche im Rahmen einer Pressekonferenz in Köln vorgestellt und erstmals als Trainer der Geißböcke Rede und Antwort stehen wird.
Nach drei erfolgreichen Jahren in Paderborn darf aber zumindest vermutet werden, dass Kwasniok auch in Köln mit einer Dreierkette plant. Wie könnte der FC, der über weite Strecken der Aufstiegssaison unter Gerhard Struber ebenfalls mit Dreierkette spielte, in den favorisierten Systemen seines neuen Trainers auflaufen? Eine erste Prognose für den derzeitigen Kader:
3-4-3: Schwäbe – Pauli, Hübers, Heintz – Gazibegovic, Martel, Johannesson, Finkgräfe – Thielmann, Ache, Maina
3-4-1-2: Schwäbe – Pauli, Hübers, Heintz – Gazibegovic, Martel, Johannesson, Finkgräfe – Waldschmidt – Ache, Downs
3-4-2-1: Schwäbe – Pauli, Hübers, Heintz – Gazibegovic, Martel, Johannesson, Finkgräfe – Downs, Maina – Ache
FC-Kader noch längst nicht fertig
Keine Frage: Noch stehen dem FC zahlreiche Kader-Bewegungen bevor. Unter anderem ist unklar, ob Max Finkgräfe, Eric Martel und Damion Downs bleiben. Dazu sollen neben Isak Johannesson und Ragnar Ache noch weitere potenzielle Startelf-Kandidaten kommen. Unter anderem gebraucht werden Alternativen für die Innenverteidigung und ein Konkurrent für Jusuf Gazibegovic auf der rechten Außenbahn.
Was die Gedankenspiele um die Kwasniok-Systeme zeigen: Der eine oder andere bisherige Leistungsträger könnte seine Lieblingsposition womöglich gar nicht vorfinden. Im 3-4-3 beispielsweise gäbe es keinen klassischen Zehner wie Luca Waldschmidt. Zudem wäre nur Platz für Ragnar Ache oder Damion Downs.
Downs hinter Ache?
Letzterer wäre in einem 3-4-2-1 aber auch eine Option hinter der alleinigen Spitze Ache. Im Nachwuchsbereich hat Downs immer mal wieder abseits des Sturmzentrums gespielt. Im 3-4-1-2 mit Spielmacher und Doppelspitze wiederum könnten sich die Flügelstürmer Jan Thielmann und Linton Maina schwertun, einen Platz zu finden. So darf mit Spannung erwartet werden, welches System nach Kwasnioks Meinung am ehesten den Stärken des Kaders entspricht.








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