Der 1. FC Köln hat einen neuen Nachwuchs-Chef. Markus Halfmann leitet künftig die FC-Akademie. Ihm zur Seite steht U19-Trainer Stefan Ruthenbeck in neuer Rolle. Aber wie sieht diese aus?
Der 1. FC Köln setzt seit den Trennungen von Markus Rejek und Christian Keller in den Neubesetzungen konsequent auf interne Lösungen. Nach Philipp Liesenfeld und Thomas Kessler sowie Lukas Berg für die Bereiche Marketing und Sport haben die Geißböcke mit Markus Halfmann nun den nächsten langjährigen FC-Mitarbeiter befördert.
Halfmann ist seit über acht Jahren beim FC und übernimmt nun die Leitung der Akademie. Das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) wurde zuvor von Berg in Alleinregie geleitet. Künftig wird es eine Dreierspitze geben: Halfmann wird von dem ebenfalls beförderten Stefan Ruthenbeck sowie von Matthias Borst unterstützt.
So wird das NLZ künftig geführt
Borst war unter Keller für die Entwicklung einer einheitlichen Spielidee zuständig. Diese Rolle soll er auch künftig einnehmen, allerdings in veränderter Art und Weise. Kessler kündigte unlängst an, dass die Spielidee nur noch als Ausbildungsidee für den Nachwuchs gelten werde und nicht mehr für die Profis. Somit beschränkt sich Borsts Arbeit künftig vor allem auf das NLZ.
Ruthenbeck derweil wurde schon unter Berg in die Leitung der Akademie aufgenommen. Der langjährige Erfolgscoach der U19 wird sich künftig mannschaftsübergreifend auch um die Entwicklung seiner Trainerkollegen sowie um die strategische Kaderplanung im gesamten Leistungsbereich des FC-Nachwuchs kümmern.
Ich finde es unheimlich respektvoll vom Verein, dass man mir den Titel gibt und sagt: Vieles davon bist du eh schon.
Stefan Ruthenbeck
Eine Rolle, die Ruthenbeck ohnehin schon länger inoffiziell inne hatte. „Ich war mit Lukas Berg so eng, dass wir vieles schon so gemacht haben“, erklärte der 53-Jährige dem GEISSBLOG und freute sich, die Position nun auch offiziell zu bekleiden. „Ich finde es unheimlich respektvoll vom Verein, dass man mir den Titel gibt und sagt: Vieles davon bist du eh schon.“
Er wolle seine Aufgabe als Sparringspartner verstehen. „Ich sehe die Rolle als Unterstützer. Es geht um Individualtraining der Spieler, die Trainer zu begleiten, Aufgaben des NLZ-Leiters zu übernehmen.“ Wenn Halfmann als NLZ-Chef nicht in Gesprächen dabei sein könne, würde Ruthenbeck dabei sein und hätte nun auch die Autorität, um den FC offiziell als Teil der NLZ-Leitung zu vertreten.
Ruthenbeck hat „richtig Bock“
Inhaltlich allerdings werde sich nicht viel verändern. „Ich habe keine Vision eines neuen NLZs“, betonte Ruthenbeck. „Es geht darum, dass noch einer dabei ist, der die Augen auf den wichtigsten Themen hat. Bei der Kaderplanung, bei der Begleitung der Trainer im Leistungsbereich. Ich will ein Spiegel sein, ein Sparringspartner für die anderen Trainer, jeden in seiner Idee bestärken und unterstützen. Darauf habe ich richtig Bock.“
Dabei wird er weiterhin Cheftrainer der U19 bleiben und damit der wichtigste Trainer im Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenfußball. Zusammen mit U21-Coach Evangelos Sbonias und Talentebetreuer Sascha Bigalke soll Ruthenbeck die größten Hoffnungen aus dem Nachwuchs an die Mannschaft von Lukas Kwasniok heranführen. Und all dies nun mit Halfmann an der Spitze.








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