Noch laufen die Planungen für die Saison 2025/26, doch schon jetzt wird der Sommer 2026 seine Schatten voraus. Denn beim 1. FC Köln kündigt sich ein großer Umbruch in der Innenverteidigung an.
Der 1. FC Köln sucht einen Leihclub für Neo Telle. Die Geißböcke wollen den Vertrag mit dem Innenverteidiger-Talent langfristig verlängern (genauso wie mit Emin Kujovic) und den 20-Jährigen für ein Jahr zu einem Verein verleihen, wo das hoch veranlagte Eigengewächs möglichst viele Spiele absolvieren kann. Noch gibt es keine Einigung, doch der FC hat gute Argumente.
Das hat auch schon Elias Bakatukanda erkannt. Als der hoch gewachsene Innenverteidiger im Januar zu Blau-Weiß Linz wechselte, geschah dies bereits mit dem Ziel, dass der 21-Jährige bis zum Sommer 2026 bleiben sollte. In der vergangenen Woche wurde die Verlängerung der Leihe auch öffentlich gemacht. Bakatukanda ist ab Sommer 2026 fest beim FC eingeplant.
Drei FC-Profis ab 2026 ohne Vertrag
Telle und Bakatukanda – das Duo wird in einem Jahr 21 beziehungsweise 22 Jahre alt sein. Die beiden Eigengewächse sollen dann ihre Chance bei den Geißböcken erhalten. Denn der FC hat den beiden Verteidigern bereits eine Perspektive aufgezeigt, wonach sie sich gute Chancen ausrechnen können, in Köln den nächsten Karriereschritt zu gehen. Der Hintergrund: Im Sommer 2026 könnte drei Innenverteidiger-Stellen im Kader frei werden.
Die Verträge von Timo Hübers, Dominique Heintz und Luca Kilian werden nach der nächsten Bundesliga-Saison auslaufen. Noch ist völlig unklar, ob der FC überhaupt mit einem der drei Spieler danach noch plant. Aktuell sieht es eher nicht danach aus. Hübers hat bereits angekündigt, dass er sich einen Transfer ins Ausland vorstellen kann. Heintz wird im Sommer 2026 33 Jahre alt. Kilian hat zwei Kreuzbandrisse hinter sich und muss überhaupt erst wieder auf den Rasen zurückkehren.
Drei Eigengewächse auf einer Position
Stand jetzt haben nur Julian Pauli und Joel Schmied gültige Verträge ab der Saison 2026/27 – und eben Bakatukanda. Telle soll folgen. Und vor allem sollen Bakatukanda und Telle mit Spielpraxis und Selbstbewusstsein im Sommer 2026 in Köln aufschlagen und in die Kämpfe um die Kaderplätze eingreifen. „Beide haben großes Potenzial, brauchen aber Spielpraxis, weil sie noch nicht konstant genug sind“, sagte Kessler jüngst. „Bei beiden Spielern haben die große Fantasie, dass sie sich beim 1. FC Köln durchsetzen können.“
So wie Pauli in der vergangenen Saison seine Chance nutzte, um als Senkrechtstarter in der 2. Liga auf sich aufmerksam zu machen: Bakatukanda in Linz und Telle bei einem anderen Leihclub sollen einen ähnlichen Weg gehen. Dann könnten die Geißböcke im Sommer 2026 die außergewöhnliche Situation haben, dass drei Eigengewächse aus der FC-Akadamie auf einer Position um einen Stammplatz kämpfen.








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