Fellhauer und Zehnter? Darum kassiert der FC gerade Transfer-Absagen

FC-Sportdirektor Thomas Kessler. (Foto: Bucco)
FC-Sportdirektor Thomas Kessler. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat seit dem 1. Juni keine weiteren Neuzugänge präsentieren können. Warum kassieren die Geißböcke gerade noch Absagen auf dem Transfermarkt?

Der 1. FC Köln wollte Jordan Torunarigha für die Innenverteidigung verpflichten, doch der Linksfuß entschied sich für den Hamburger SV. Der FC wollte auch Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig verpflichten, doch auch der pfeilschnelle Angreifer entschied sich für den HSV. Nun zog der FC womöglich auch bei Robin Fellhauer und Aaron Zehnter den Kürzeren.

Fellhauer soll sich übereinstimmenden Medienberichten dem FC Augsburg anschließen. Der Bundesliga-Konkurrent hat mit der Verpflichtung von Sandro Wagner einen Aufsehen erregenden Trainerwechsel vollzogen und wirbt mit dem prominenten Namen sowie einem gut gefüllten Geldbeutel um Verstärkungen. Derweil hat der VfL Wolfsburg sich in das Kölner Werben um Zehnter eingemischt.

Dem FC fehlt kurzfristig das Geld

Zehnter will nach einer überragenden Saison beim SC Paderborn in die Bundesliga wechseln, und auch hier kann der FC finanziell wohl nicht mit Wolfsburg mithalten und droht das Rennen um den bisherigen Schützling von Lukas Kwasniok zu verlieren. Der Grund: Weil Max Finkgräfe noch keine Entscheidung getroffen hat und der Verkauf des Linksverteidigers noch nicht in trockenen Tüchern ist, fehlt den Geißböcken im Kampf um Zehnter schlicht das Geld. Wolfsburg soll bereit sein fünf Millionen Euro für den linken Schienenspieler zu zahlen.

Nicht das einzige Beispiel, bei dem die Geißböcke gerade merken, dass ihnen nach den teuren Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson zu diesem Zeitpunkt auf dem Transfermarkt das weitere Geld fehlt, um den Zuschlag bei Spielern zu bekommen. Der HSV konnte Torunarigha und wohl auch Philippe an Land ziehen, weil man bis dato nur Nicolai Remberg von Holstein Kiel verpflichtet hatte und nun Ludovic Reis für sieben Millionen Euro abgibt.

Darum sind Leihen die nächsten Transfers

Der FC hingegen muss sich gedulden und dabei offenbar nun erneut Niederlagen auf dem Transfermarkt hinnehmen. Die Geißböcke sind mit Ache und Johannesson in Vorleistung gegangen und müssen nun abwarten. Einerseits braucht es Abgänge, um Kaderplätze zu schaffen und Spielräume im Gehaltsetat zu schaffen. Andererseits braucht es Abgänge, um durch Ablösesummen das Transferbudget zu erweitern. Beides ist bislang noch nicht passiert.

Große Sprünge sind aktuell daher nicht drin. Daher sind die aktuell am weitesten vorangeschrittenen Verhandlungen jene über Leihgeschäfte. Mit Tom Krauß vom 1. FSV Mainz 05 und mit Jakub Kaminski vom VfL Wolfsburg, wobei sich auch hier nun der FC Augsburg finanzstark eingeschaltet haben soll. Leihen haben für den FC gerade den Vorteil, dass sie kaum Ablöse kosten (bei Krauß soll die Summe im unteren sechsstelligen Bereich liegen). Zudem übernehmen die abgebenden Clubs in der Regel Teile der Gehälter.

FC arbeitet mit begrenztem Budget

Dennoch muss der FC auch bei diesen die Konkurrenz ausstechen. Das soll zumindest bei Krauß und Kaminski gelingen. Darüber hinaus arbeiten die Geißböcke mit einem begrenzten Budget. Erst wenn die Personalien Downs, Martel und insbesondere Finkgräfe geklärt sind, kann Sportdirektor Thomas Kessler wieder mit anderen Argumenten hausieren gehen.

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