Neue Baustelle: Auf diesen Positionen hat der FC den größten Bedarf

Thomas Kessler hat noch einige Baustellen zu schließen. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler hat noch einige Baustellen zu schließen. (Foto: Bucco)

Beim 1. FC Köln herrscht seit über einem Monat Transferstau. Statt vakante Positionen zu besetzen, bekommt Sportdirektor Thomas Kessler mit dem bevorstehenden Abgang von Max Finkgräfe eine weitere Baustelle. Auf diesen Positionen hat der FC den dringendsten Bedarf.

Max Finkgräfe wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich am Donnerstag ein Roter Bulle. Der 21-Jährige verlässt den 1. FC Köln nach zwei Profi-Jahren und schließt sich für rund vier Millionen Euro RB Leipzig an. Rein formal ist der Finkgräfe-Transfer in diesem Sommer der neunte Abgang beim Bundesliga-Aufsteiger.

Zwei personelle Verluste konnte Sportdirektor Thomas Kessler dabei schon kompensieren: Für den nach Hoffenheim gewechselten Tim Lemperle wurde Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet. Für den nun in Zagreb unter Vertrag stehenden Dejan Ljubicic kam Isak Johannesson von Fortuna Düsseldorf.

Martel und Downs könnten weitere Lücken reißen

Einige Positionen sind beim 1. FC Köln für die kommende Saison aber nach wie vor vakant. Dabei zählen der Angriff sowie die Sechserposition zumindest solange nicht zu den priorisierten Aufgaben von Kessler, wie Eric Martel und Damion Downs noch keine Entscheidung über ihre Zukunft getroffen haben. Sollte das Duo beim FC bleiben, wären diese Positionen zumindest mit ausreichend Bundesliga-Qualität besetzt – zumal mit Tom Krauß ohnehin noch ein weiterer defensiver Mittelfeldspieler zum FC dazu stoßen soll.

Auf anderen Positionen herrscht hingegen auch ohne weitere Abgänge derzeit akuter Bedarf. Da wäre zum einen das FC-Tor: Zwar haben die Kölner mit Marvin Schwäbe eine klare Nummer eins. Dahinter fehlt es jedoch aktuell gleich an zwei Stellvertretern, nachdem Philipp Pentke und Anthony Racioppi den Verein verlassen haben.

Nummer zwei für den Trainingsbetrieb wichtig

Während entweder Luis Hauer oder Mikolaj Marutzki aus dem eigenen Nachwuchs an Position drei rücken könnten, werden die Kölner einen neuen Herausforderer für Schwäbe verpflichten. Zumindest mit Blick auf den am kommenden Montag beginnenden Trainingsbetrieb hat die Verpflichtung einer neuen Nummer zwei durchaus eine hohe Priorität. Mit Schwäbe und Matthias Köbbing stehen Stand jetzt nur zwei Keeper zur Verfügung.

Darüber hinaus hat sich der FC mit dem Abgang von Finkgräfe eine weitere Baustelle auf der Linksverteidigerposition aufgemacht. Zwar war bereits seit Wochen bekannt, dass das Eigengewächs den Club nach einer für ihn enttäuschenden Saison verlassen will. Mit der Verpflichtung eines Nachfolgers hatte Kessler jedoch insbesondere aus finanzieller Sicht bis zum feststehenden Transfer warten müssen. Auch aufgrund dieser Tatsache dürfte der FC am Ende bei Aaron Zehnter (zum VfL Wolfsburg gewechselt) chancenlos gewesen sein.

Beide Außenverteidiger-Positionen vakant

Einen Nachfolger für Finkgräfe und Konkurrenten auf Bundesliga-Niveau für Leart Pacarada zu finden, ist dabei genauso hoch für den FC anzusiedeln, wie auf der anderen Seite eine Alternative zu finden. Hinter Rechtsverteidiger Jusuf Gazibegovic klafft ebenfalls eine große Lücke, will Neu-Trainer Lukas Kwasniok Jan Thielmann schließlich endlich wieder weiter vorne einplanen. Mit Rasmus Carstensen plant man am Geißbockheim derweil nicht mehr. Von Jonjoe Kenny (von Hertha zu PAOK Saloniki) holte sich der FC bekanntlich eine Absage ein.

Und letztlich wäre noch die Position des Innenverteidigers. Zwar ist der FC hier anders als auf den Außenbahnen mit Timo Hübers, Dominique Heintz, Julian Pauli, Joël Schmied, Neo Telle und Luca Kilian quantitativ hoch besetzt, wodurch der Bedarf zunächst gedeckt scheint. Telle soll im Idealfall jedoch verlängern und anschließend verliehen werden, während bei Kilian nach seinem zweiten Kreuzbandriss überhaupt nicht klar ist, wann und in welcher Form der 25-Jährige in den Spielbetrieb zurückkehren kann.

Wunsch-Kandidat zum HSV

Entsprechend sondieren die Kölner auch im Abwehr-Zentrum intensiv den Markt und hätten mit Jorda Torunarigha (zum HSV gewechselt) gerne auch schon eine Lösung präsentiert. Nach den zwei frühen Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt hat der FC zuletzt jedoch häufig den Kürzeren gezogen. Bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal haben die Verantwortlichen noch etwas mehr als sechs Wochen Zeit, das Transferfenster schließt sogar erst in knapp neun Wochen. Je früher die noch offenen Baustellen geschlossen werden, desto besser ist das jedoch für den 1. FC Köln.

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