Hübers mit Binde, aber Kapitänsfrage offen: „Jeder kann sich empfehlen“

Timo Hübers trug in Bergisch Gladbach die Binde. Trainer Lukas Kwasniok lässt die Kapitänsfrage aber offen. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Timo Hübers trug in Bergisch Gladbach die Binde. Trainer Lukas Kwasniok lässt die Kapitänsfrage aber offen. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Behält Timo Hübers beim 1. FC Köln die Kapitänsbinde? Trainer Lukas Kwasniok hat diese Frage nach dem ersten Testspiel, am Samstagnachmittag beim SV Bergisch Gladbach, komplett offengelassen und die Stelle ausgeschrieben.

Den 5000 Zuschauern in der Belkaw-Arena bot sich zu Beginn des Testspiels zwischen dem SV Bergisch Gladbach und dem 1. FC Köln ein gewohntes Bild. Wie schon in der vergangenen Saison war es Timo Hübers, der die Geißböcke als Kapitän aufs Feld führte. Ob dies auch der Fall sein wird, wenn am 17. August im DFB-Pokal beim SSV Jahn Regensburg das erste Pflichtspiel wartet, ist allerdings offen.

„Stellt die Frage noch mal in vier Wochen“, forderte Lukas Kwasniok, als der GEISSBLOG ihn nach dem 7:1-Sieg auf seine Kapitänswahl ansprach. Der Trainer erklärte sein Vorgehen: „Ich mache mir jetzt ein Bild von der Mannschaft. Dass natürlich Jungs, die schon ein paar Schlachten geschlagen haben, dafür infrage kommen, steht außer Frage. Dazu gehört Hübi.“

Kwasniok: „Da ist alles offen“

Der Abwehrchef zählt zu Kwasnioks Kandidaten – hat den Job aber keinesfalls sicher. „Ich habe in meinem ersten Jahr in Paderborn damit überrascht, dass ein Ron Schallenberg mit 22 Jahren Kapitän geworden ist“, erinnerte sich der Kölner Coach und stellte fest: „Insofern ist da alles offen.“

Kwasniok wollte noch nicht festlegen, ob er seinen FC-Kapitän selbst bestimmt oder wählen lässt, nutzte die Gelegenheit aber, um die Chef-Stelle auszuschreiben. „Jeder kann sich für das Kapitänsamt empfehlen“, so der 44-Jährige, der betonte: „Das ist ein tolles Amt, wenn du eine Mannschaft in der Bundesliga aufs Feld führen darfst. Aber du musst natürlich auch breite Schultern haben.“

Grundsätzlich ist Hübi einer, der das kann. Ob das am Ende auch die Entscheidung sein wird, da bin ich in vier Wochen klüger.

Lukas Kwasniok

Sollte Hübers abgelöst werden, würde der FC zum dritten Mal in Folge mit einem neuen Kapitän in die Saison gehen. Nach Jonas Hectors Karriereende hatte sich Steffen Baumgart für Florian Kainz entschieden, nach dem Abstieg wählte Gerhard Struber dann Hübers aus.

„Grundsätzlich ist Hübi einer, der das kann“, meinte Kwasniok am Samstag, ergänzte aber: „Ob das am Ende auch die Entscheidung sein wird, da bin ich in vier Wochen klüger.“ In der zweiten Halbzeit des Testspiels in Bergisch Gladbach war es dann der eingewechselte Ron-Robert Zieler, der die Binde am Arm trug.

Kwasniok: „Kann auch der Torhüter sein“

Einen Torhüter als Kapitän schloss Kwasniok ausdrücklich nicht aus. „Es geht um den Einfluss eines Spielers auf die Mannschaft – in der Kabine, im Alltag. Das ist das Entscheidende“, erklärte der Trainer, worauf es ihm ankommt. „Auf dem Feld brauchst du drei, vier Häuptlinge, nicht nur einen, der die Binde trägt. Insofern kann das auch der Torhüter sein.“

Wobei die Wahl dann natürlich auf Nummer eins Marvin Schwäbe fallen würde, nicht auf Stellvertreter Zieler. Weitere Kandidaten könnten der im Team beliebte Linton Maina sowie Eric Martel sein – sollte der Anführer der U21-Nationalmannschaft denn bleiben. Es darf mit Spannung erwartet werden, wie Kwasniok die Kapitänsfrage in vier Wochen beantwortet. Zunächst mal kann sich jeder FC-Profi um das Amt bewerben.

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