Nach der ersten Einheit: So reagiert Kwasniok auf das Rasen-Problem

Der kaputte Rasen in Bad Waltersdorf. (Foto: GEISSBLOG)
Der kaputte Rasen in Bad Waltersdorf. (Foto: GEISSBLOG)

Der 1. FC Köln ist im Trainingslager in Bad Waltersdorf angekommen. Bereits am frühen Abend hat der Bundesligist seine erste Einheit im Thermenstadion absolviert. Dabei gibt es erneut Ärger mit den Platzverhältnissen.

Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Bereits in der vergangenen Saison war der Unmut bei den Profis und Verantwortlichen des 1. FC Köln groß gewesen. Nachdem Fenerbahce Istanbul kurz vor den Geißböcken sein Trainingslager in Bad Waltersdorf absolviert hatte, war der Rasen bereits ordentlich strapaziert und an vielen Stellen ramponiert gewesen.

Ein Jahr später hat sich an diesen Bedingungen nicht viel geändert. Auf dem ersten Drittel des Platzes klaffen zum Teil große Löcher, die mit Verhältnissen auf Profi-Niveau nur wenig zu tun haben. Der Grund diesmal ist jedoch kurios: Bevor der FC in der Steiermark eingetroffen war, hatte ein Feuerwehr-Fest der Region stattgefunden, wodurch die betreffenden Rasenteile in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Fans empfangen Mannschaft frenetisch

Der Start für den FC war also wie schon im vergangenen Jahr im wahrsten Sinne des Wortes holprig. Die Laune bei den Spielern und dem Trainerteam rund um Lukas Kwasniok war dadurch jedoch nicht getrübt. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen betraten die Profis gegen 17.30 Uhr zum ersten Mal den Platz.

Auch die Tribüne im Thermenstadion war mit einigen hundert Fans gut gefüllt. Die Anhänger applaudierten und stimmten bereits Fan-Gesänge ein, als die Spieler ihre ersten Runden drehten. Zudem gab es immer wieder Szenen-Applaus bei gelungenen Aktionen. Einige Profis winkten fröhlich in Richtung der Anhänger, auch Trainer Lukas Kwasniok konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Die erste Trainingseinheit in Bad Waltersdorf am Samstag. (Foto: GEISSBLOG)
Die erste Trainingseinheit in Bad Waltersdorf am Samstag. (Foto: GEISSBLOG)

Drei Nationalspieler steigen ein

Nach der intensiven letzten Trainingswoche sowie dem Testspiel am Freitagabend bei der Fortuna, war die erste Einheit am Samstag jedoch nur ein lockerer Aufgalopp. Dabei waren auch Eric Martel, Jan Thielmann und Said El Mala erstmals wieder im Kreise der Mannschaft und lernten Kwasniok erstmals nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz kennen.

Trainingslager-Zeit ist die schönste Zeit der gesamten Saison.

Lukas kwasniok

Für den neuen FC-Trainer war die Rasen-Problematik dabei gar kein großes Thema „Trainingslager-Zeit ist die schönste Zeit der gesamten Saison“, sagte der 44-Jährige nach der ersten Einheit. „Wenn wir vier, fünf Meter weiter reingehen, ist der Rasen picobello.“ Dabei scherzte Kwasniok hinsichtlich des 2:2 gegen Fortuna Köln: „Gestern haben wir auch nicht ganze Breite genutzt, deswegen ist das kein Problem.“

Für den Trainer ist ohnehin viel wichtiger, dass sich die Verantwortlichen in Bad Waltersdorf Mühe geben. „Wir erwarten keine Perfektion, die Menschen geben uns aber das Gefühl, das bestmögliche rauszuholen. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Das Essen ist super, die Zimmer sind super. Es geht um kleinen Teilbereich, da sollte man nicht so pingelig sein“, war Kwasniok hinsichtlich der Rahmenbedingungen ganz gelassen.

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