Mit Elias Bakatukanda, Chilohem Onuoah und Jaka Cuber Potocnik hat der 1. FC Köln aktuell drei Spieler an andere Clubs verliehen. Weitere vorübergehende Abgänge sollen noch folgen.
Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Martin Zenge und Marc L. Merten
In den ersten zwei Trainingswochen hatten sich Neo Telle und Emin Kujovic noch bei den Profis unter Lukas Kwasniok zeigen dürfen. Mit der Abreise ins Trainingslager kehrten die beiden Youngsters dann allerdings zur U21 zurück. Für beide sind die Zeichen eindeutig: Für die Bundesliga reicht es (noch) nicht.
Mit Telle, der in der vergangenen Spielzeit bereits dreimal in der 2. Liga zum Einsatz gekommen war, befinden sich die Verantwortlichen aktuell im Austausch über die Zukunft. „Neo hat die Qualität, in Mannschaften unterhalb der Bundesliga sofort einen positiven Impact zu leisten“, sagte Thomas Kessler im Interview mit dem GEISSBLOG. „Daher hoffen wir, bald eine Lösung zu finden, die für alle Seiten am besten ist.“
Leihclub-Suche bei Telle und Kujovic
Wie die Lösung aussehen soll, ist dabei klar: Telle soll seinen im Sommer 2026 auslaufenden Vertrag verlängern und dann ebenso wie Elias Bakatukanda (Linz), Jaka Cuber Potocnik (Essen) und Chilohem Onuoah (Verl) verliehen werden. Bislang jedoch fehlt dafür der erste Schritt, nämlich die Vertragsverlängerung an sich, ohne die eine Leihe rein regulatorisch überhaupt nicht möglich ist.
Weiter ist der FC da schon mit Emin Kujovic. Der 20-Jährige hat seinen Vertrag kürzlich bis 2028 verlängert. Nun sind die Geißböcke und der Spieler auf der Suche nach einem passenden Leih-Club. „Wir haben bereits einige Gespräche geführt. Es ist uns wichtig, einen Verein für Emin zu finden, der der richtige Partner für ihn ist und ihm regelmäßig Spielzeit auf einem höheren Niveau als in der Regionalliga ermöglicht“, bestätigte der Sportdirektor gegenüber dem GEISSBLOG.
Auch Ouro-Tagba soll verliehen werden
Ob das letztlich ein Verein in der zweiten oder dritten Liga sein wird, sei für Kessler dabei gar nicht so entscheidend. „Sondern vor allem“, so der 39-Jährige, „die sportliche Herausforderung und die Möglichkeit, viel Spielzeit zu erhalten. In welcher Liga dies stattfindet, spielt dabei in meinen Augen eine untergeordnete Rolle.“ Wobei die Liga dann doch freilich höher als die Regionalliga West sein sollte.
Neben Telle und Kujovic soll jedoch auch noch ein dritter Spieler vorübergehend den FC verlassen. Auch für Mansour Ouro-Tagba suchen die Kölner aktuell noch eine weitere Leih-Station. Der Angreifer war in der vergangenen Saison vom TSV 1860 München mit Profi-Perspektive verpflichtet worden, dann aber zunächst an den SSV Jahn Regensburg verliehen gewesen.
Der nächste Schritt für seine Entwicklung ist von großer Bedeutung.
Thomas kessler über mansour ouro-tagba
Dort konnte sich der Togolese aber nicht wie erhofft durchsetzen, sodass er schon im Winter zurückgekehrte und fortan für die U21 auflief. In der Regionalliga West erzielte Ouro-Tagba schließlich in 13 Spielen drei Tore und drei Vorlagen. „Die zurückliegende Leihe nach Regensburg hat leider nicht wie erhofft funktioniert. Daher ist der nächste Schritt für seine Entwicklung von großer Bedeutung“, erklärte Thomas Kessler.
Dabei machte der Sportchef klar: „Aktuell kommt die Bundesliga für ihn noch nicht infrage. Mansour bringt jedoch Qualitäten mit, die er auf einem höheren Niveau als in der Regionalliga zeigen sollte.“ Entsprechend werde man nun ebenfalls versuchen, einen Verein zu finden, „bei dem er diese Qualitäten weiterentwickeln kann.“ Am Ende der Transferperiode könnte der 1. FC Köln also mindestens sechs Spieler an andere Club verliehen haben.








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