Glück im Unglück für Julian Pauli: Der Innenverteidiger des 1. FC Köln hat sich im Trainingslager zwar eine Bänderverletzung zugezogen, aber nicht den befürchteten Syndesmoseriss. Youssoupha Niang hingegen droht eine Operation.
Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge
Nicht nur mit dem Testspiel-Auftritt gegen Leicester City konnte der 1. FC Köln am Freitag zufrieden sein (hier geht’s zum Spielbericht). Auch eine Diagnose, die die Geißböcke aus der heimischen MediaPark-Klinik erreichte, sorgte für Erleichterung: Julian Pauli hat keinen Syndesmoseriss erlitten.
Am Vortrag war der Innenverteidiger im Trainingslager in Bad Waltersdorf mit einer Sprunggelenksverletzung vom Platz gehumpelt, hatte seinen linken Fuß nach einem Zweikampf mit Joel Schmied nicht mehr belasten können. Noch am Nachmittag war Pauli abgereist (der GEISSBLOG berichtete).
„Hilft natürlich am Ende des Trainingslagers“
Am Freitag ergab eine MRT-Untersuchung in Köln nun zwar einen Bänderriss, aber eben nicht den zunächst befürchteten Syndesmoseriss, der eine mehrmonatige Pause nach sich gezogen hätte. Stattdessen dürfte Pauli nach vier bis sechs Wochen auf den Platz zurückkehren.
Sportdirektor Thomas Kessler sagte nach dem 3:1-Sieg gegen Leicester: „Wir haben vor dem Spiel die Info bekommen, dass die Verletzung von Julian zum Glück nicht so schlimm wie erwartet ist. Er hat sich zwar ein Band im Sprunggelenk gerissen, aber wir schauen da jetzt von Tag zu Tag und hoffen, dass er uns schnell wieder zur Verfügung steht. So eine Information zu bekommen und der Sieg heute helfen natürlich am Ende des Trainingslagers.“
Niangs „erste Duftmarke“ und jetzt die OP?
Pauli bleibt von einer Operation verschont – Youssoupha Niang womöglich nicht. Der Sturm-Youngster war am Donnerstag gemeinsam mit Pauli vorzeitig aus der Steiermark abgereist. Den 19-Jährigen plagen, wie schon häufiger in der Vergangenheit, Schulterprobleme. Jetzt denken die FC-Docs über einen Eingriff nach.
„Youssoupha ist auf die Schulter gefallen, hat sich dabei verletzt, den hatten wir heute auch im MRT. Wir müssen in den nächsten Tagen entscheiden, ob wir das konservativ oder operativ behandeln. Wir gehen aber schon von einem wochenlangen Ausfall aus, was sehr, sehr bitter ist“, erklärte Kessler.
Bei Julian ist es glücklicherweise nicht so schlimm. Bei Youss ist es ein bisschen doof gelaufen.
Lukas Kwasniok
Niang hatte in der Vorbereitung bislang einen starken Eindruck hinterlassen. Der U19-Meister hatte beste Chancen, sich im Profi-Kader festzuspielen. „Er war sehr gut unterwegs und konnte zumindest mal eine erste Duftmarke setzen“, sendete Kessler lobende Worte an den verletzten Angreifer.
Trainer Lukas Kwasniok ergänzte: „Es tut mir für die Jungs leid. Bei Julian ist es glücklicherweise nicht so schlimm. Bei Youss ist es ein bisschen doof gelaufen. Leider gehören Verletzungen zum Fußball dazu. Aus Trainersicht ist es wichtig, dass es keine muskulären Dinge sind, wenn du die Jungs in den Keller trainiert hast. Dann müsstest du deine Herangehensweise hinterfragen.“ Bei Pauli und Niang handelte es sich wohl einfach um Pech.








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