Zwei Eigengewächse als Verlierer? Das ist die umkämpfteste FC-Position

Leih-Rückkehrer Julian Pauli (Mi.). (Foto: Bucco)
Leih-Rückkehrer Julian Pauli (Mi.). (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln ist in der Innenverteidigung überbesetzt. Elias Bakatukanda soll verliehen werden, hat aber gesundheitlich zu kämpfen. Julian Pauli hat ebenso Nachholbedarf und ist aktuell noch nicht in René Wagners Rechnung vorgesehen.

Julian Pauli hat endlich die ersten Testspiel-Einsätze in diesem Sommer hinter sich. Der Innenverteidiger des 1. FC Köln spielte am Freitag 15 Minuten und am Samstag 45 Minuten gegen Real Sociedad San Sebastian. Immerhin, nachdem er die ersten drei Tests gegen Rheinsüd, Bergisch Gladbach und Hertha BSC jeweils angeschlagen und mit Trainingsrückstand verpasst hatte.

Bereits im Trainingslager hatte Sportchef Thomas Kessler deutlich gemacht, dass Pauli erst einmal seinen Rückstand aufholen müsse, ehe er in den Konkurrenzkampf mit den anderen Verteidigern treten könne. Und hatte auch erklärt, dass man sich nach der Vorbereitung „noch einmal in die Augen schauen“ müsse, um zu bewerten, wie realistisch Pauli beim FC auf Spielzeit kommen könne.

Quartett vor Pauli und Bakatukanda

René Wagner war am Samstag nach dem Test gegen Real Sociedad immerhin froh, Pauli nun überhaupt einmal in einem Spiel gesehen zu haben. „Julian hatte sich die 45 Minuten verdient. Ich habe ihn noch zu wenig gesehen. Er ist genauso eine Option, genauso wie Ele (Bakatukanda, Anm. d. Red.), aber die anderen vier haben alles mitgemacht. Deswegen bewerte ich die vier. Alles andere wäre unfair gegenüber Julian und Ele.“

Wagner machte keinen Hehl daraus, dass Jahmai Simpson-Pusey, Luka Lochoshvili, Joel Schmied und Rav van den Berg aktuell die Nase vorn haben. Das Quartett steht vor Pauli und Bakatukanda. Letzterer soll verliehen werden, hatte zuletzt aber gesundheitlich zu kämpfen. Ersterer wird sich strecken müssen, um im August den Rückstand auf- und mindestens einen Konkurrenten zu überholen. Denn nur dann würde ein Verbleib in Köln über den Sommer hinaus wohl Sinn machen.

Dieses Duo hat gerade wohl die Nase vorn

„Wir schauen auf die Kombinationen und dass sich am Ende die besten zwei durchsetzen. Da kann ich gerade keinem die Pole Position geben“, sagte Wagner zwar. Doch klar ist: Simpson-Pusey durch seine spielerische Komponente und Lochoshvili durch seine Wucht und Standard-Stärke sind derzeit die Favoriten auf die Startelf-Plätze für das Pokalspiel in Würzburg in zwei Wochen.

Stand jetzt würden Pauli und Bakatukanda nicht im Kader stehen – und würden damit, unverschuldet wegen körperlicher Probleme, einem Rückstand hinterher laufen, der gerade in der Innenverteidigung nur schwer aufzuholen ist. Denn gerade dort setzen Trainer, auch Wagner, in der Regel auf feste Duos, die eingespielt der Mannschaft Stabilität geben sollen. Für die beiden Eigengewächse bliebe dann nur die erneute Leihe als Chance auf Spielzeit.

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