Team Adenauer offiziell zugelassen – Team Stobbe nennt erste Reform-Details

Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Nordphoto)
Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Nordphoto)

Die Mitglieder des 1. FC Köln werden am 27. September zwischen drei Vorstands-Teams entscheiden können. Derweil hat das Team um Jörn Stobbe erste Details genannt, um den FC zu reformieren.

Nach dem „Team Stobbe“ und dem „Team Stroman“ und nun auch das „Team Adenauer“ zur Mitgliederversammlung des 1. FC Köln zugelassen worden. Wie die Wahlkommission der Geißböcke bestätigte, hat das Trio Sven Adenauer, Martin Hollweck und Thorsten Kiesewetter die nötigen Unterschriften rechtzeitig präsentieren können.

Damit werden die Mitglieder der Geißböcke auf der Mitgliederversammlung am 27. September 2025 im RheinEnergieStadion zwischen drei Vorstands-Teams wählen können. Zunächst hatte der Mitgliederrat ein Team mit Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek vorgeschlagen. Daraufhin sammelten Wilke Stroman, Carsten Wettich und Tugba Tekkal die nötigen Unterschriften. Nun folgte das Team um Sven Adenauer.

Thorsten Kiesewetter, Sven-Georg Adenauer und Martin Hollweck. (Foto: Jordi Mengen)
Thorsten Kiesewetter, Sven-Georg Adenauer und Martin Hollweck. (Foto: Jordi Mengen)

Team Stobbe schreibt erstmals den Mitgliedern

Damit ist der Wahlkampf auch offiziell eröffnet. Die drei Teams haben nun acht Wochen Zeit, die Mitglieder von sich zu überzeugen. Am 27. September müssen sich alle Trios dann noch einmal auf der Mitgliederversammlung präsentieren. Die absolute Mehrheit von über 50 Prozent der Stimmen wird dann entscheiden, welches der drei Teams die Nachfolge von Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich antreten wird.

Am Mittwoch machte das Team Stobbe den Anfang, indem sich das Trio in einem Newsletter an die über 150.000 Mitglieder des 1. FC Köln wandte. Darin stellten sich Stobbe, Alvermann und Sobek einerseits vor, setzten andererseits aber auch erste Themen. Neben der Förderung des FC-Nachwuchs stellte das Trio vor allem erste Details zu einer großen Strukturreform vor, die den Club zukunftsfähig machen soll.

Ulf Sobek, Jörn Stobbe und Jörg Alvermann. (Foto: Bucco)
Ulf Sobek, Jörn Stobbe und Jörg Alvermann. (Foto: Bucco)

Unser FC braucht eine Satzungs- und Strukturreform. Unser Ziel ist eine leicht verständliche, effiziente Vereinsstruktur, in der sich unsere Mitglieder wiederfinden

Dr. Jörg Alvermann

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der komplexen Gremien- und Satzungsstruktur gegeben. Das wollen Stobbe, Alvermann und Sobek ändern. „Unser FC braucht eine Satzungs- und Strukturreform. Unser Ziel ist eine leicht verständliche, effiziente Vereinsstruktur, in der sich unsere Mitglieder wiederfinden“, hatte Alvermann (Anwalt für Sportrecht und Steuerrecht mit Spezialisierung auf Vereinsrecht) bereits bei seiner Nominierung erklärt.

Im Mittelpunkt steht dabei eine neue Rechtsform. Bislang ist der FC eine KGaA, also eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Diese wurde 2001 eingeführt mit dem Ziel, mittelfristig Anteile am Club verkaufen und so Kapital beschaffen zu können. Dieses Ziel wurde aber inzwischen von den Mitgliedern abgelehnt. Der FC soll zu 100 Prozent dem Verein erhalten bleiben. Dafür wollen Stobbe, Alvermann und Sobek die Satzung ändern.

„Keine Investoren“ soll Gremienpflicht werden

„Eine GmbH & Co KGaA passt nicht zu unserem FC. Bundesliga-Fußball geht auch ohne Aktien“, sagt Alvermann nun. Man wollte dem Club künftig „eine leicht verständliche, effiziente Vereinsstruktur“ geben, „in der sich unsere Mitglieder wiederfinden“. Dafür soll in einem ersten Schritt der Gemeinsame Ausschuss eine neue Geschäftsordnung erhalten und der Mitgliederrat zum Aufsichtsrat des Präsidiums umbenannt werden.

Man strebe eine Vereinfachung und Modernisierung der Verfahrensabläufe an, darunter auch eine künftig einfachere Zulassung für eine Vorstandskandidatur. Zudem wolle man alle Vereinsgremien „zum Eintreten für 50+1 und zum Schutz vor Investoren verpflichten“, hieß es in einer Erklärung des Vorstandsteams. Stobbe machte klar: „Mit uns wird es keine Investoren geben.“ Bislang ist das Team Stobbe das einzige Team, welches eine große Strukturreform angekündigt hat.

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