Marvin Schwäbe ist der neue Kapitän des 1. FC Köln, wird am Sonntag in Regensburg aber auf der Bank Platz nehmen. Denn Ron-Robert Zieler wurde nicht nur zum Vize-Anführer, sondern auch zum Pokal-Torhüter der Geißböcke ernannt.
Die Entscheidung für Marvin Schwäbe kam nicht mehr überraschend. Bereits am Donnerstag war durchgesickert, dass der Torhüter den 1. FC Köln künftig als Kapitän aufs Feld führen wird – was Lukas Kwasniok, der diese Wahl eigentlich erst am Freitag im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Pokal-Auftakt verkünden wollte, süffisant kommentierte.
Allerdings hatte der Trainer auf dem PK-Podium auch noch eine gänzlich neue Nachricht parat, die unmittelbar an die Kapitänsfrage anschließt: Am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr), wenn beim SSV Jahn das erste Pflichtspiel der neuen Saison wartet, wird nicht Schwäbe, sondern dessen doppelter Stellvertreter Ron-Robert Zieler die Binde tragen. „Ron ist unser Pokal-Torhüter und zweiter Kapitän“, erklärte Kwasniok.
Kwasniok: „Die Leistung wollte ich belohnen“
Seine riesige Wertschätzung für das Keeper-Duo hatte der FC-Trainer bereits unmittelbar nach Zielers erneuter Köln-Rückkehr zum Ausdruck gebracht. Die Kapitänswahl war für Kwasniok nun eine logische Konsequenz: „Wir haben das beste Torwartduo der vergangenen Zweitliga-Saison. Beide Jungs stellen etwas dar, sind wahre Männer und können Druck standhalten, haben viel Lebenserfahrung. Die Leistung sowie ihr Verhalten auf und neben dem Platz wollte ich belohnen. Ron und Marvin sind brutale Persönlichkeiten.“
Schwäbe hatte beim FC bereits in der Abstiegssaison 2023/24 mehrfach die Binde getragen, Zieler war in den vergangenen drei Jahren Kapitän von Hannover 96 – und wird dieses Amt in seiner Geburtsstadt Köln im Pokalwettbewerb innehaben. „Er ist Weltmeister geworden, das wird ganz schnell mal vergessen. Der hat schon echt etwas erlebt“, machte Kwasniok auf Zielers gewaltigen Erfahrungsschatz aufmerksam.
Beide sind absolut gesetzt, da gibt es kein Wenn und Aber.
Lukas Kwasniok über Hübers und Martel
Weitere Kapitäns-Kandidaten waren bekanntlich der bisherige Amtsinhaber Timo Hübers und Eric Martel, der in den vergangenen Jahren die U21-Nationalmannschaft angeführt hatte. Letzterer ist als zentraler Sechser ab sofort der Wortführer auf dem Feld, wenn es um den Austausch mit den Schiedsrichtern geht (der GEISSBLOG berichtete).
Kwasniok unterstrich am Freitag aber die Bedeutung beider Defensivakteure, die für ihn zu den wichtigsten Stützen zählen: „Ich bin mit der Leistung von Hübi und Eric mehr als nur einverstanden, beide haben eine Top-Vorbereitung gespielt“, lobte der Fußballlehrer und stellte sowohl Hübers als auch Martel „eine Eins A mit Sternen“ aus. „Beide sind absolut gesetzt, da gibt es kein Wenn und Aber.“ Eine Stammelf soll es unter Kwasniok nicht geben, doch die ersten Stammplätze sind verteilt.








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