Mit einer Ausnahme: Transfer-Offensive des FC vorerst beendet

Thomas Kessler hat den Kader des 1. FC Köln breit aufgestellt. (Foto: GEISSBLOG)
Thomas Kessler hat den Kader des 1. FC Köln breit aufgestellt. (Foto: GEISSBLOG)

Der 1. FC Köln hat in diesem Sommer bereits zehn neue Spieler verpflichtet, so viele wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Die Transfer-Planungen von Sportdirektor Thomas Kessler sind damit zumindest vorerst abgeschlossen – mit einer Ausnahme.

Thomas Kessler hat in diesem Sommer eine regelrechte Transfer-Offensive an den Tag gelegt. Bereits zwei Wochen vor dem Ende der Wechselperiode hat der 1. FC Köln seine Kaderplanung so gut wie abgeschlossen. Zehn externe Neuzugänge – dazu die beiden Leih-Rückkehrer Said und Malek El Mala: Seit 20 Jahren haben die Geißböcke ihren Kader nicht mehr in einem derart großen Stil verändert (der GEISSBLOG berichtete).

Die Transfer-Planungen des Sportdirektors sind damit Stand jetzt abgeschlossen. Zumindest vorerst werden die Kölner keine weiteren Spieler verpflichten. Eine Voraussetzung für weitere Neuzugänge soll nach GEISSBLOG-Informationen zunächst eine Kader-Verschlankung sein. Auch Gehaltsbudget müsste der FC erst freimachen, bevor ein weiterer Transfer realisierbar wäre. Denn durch die knapp ein Dutzend neuen Gesichter auf dem Trainingsplatz hat sich das Kölner Aufgebot auch deutlich aufgebläht.

Abgangskandidaten werden deutlich

So hatte Lukas Kwasniok bereits vor dem DFB-Pokalspiel deutlich gemacht, dass 25 Feldspieler zu viel seien, um im Trainingsalltag ordentlich trainieren zu können. In Regensburg wurde dieser Umstand auch praktisch sichtbar: Mehrere Profis waren zuhause geblieben, weil Kwasniok sie aus seinem Spieltagskader hatte streichen müssen. Unter anderem traf es Dominique Heintz, Leart Pacarada und Denis Huseinbasic. Namen, die in der vergangenen Saison zum festen Bestandteil des Kaders gezählt hatten, nun aber um ihren Platz kämpfen müssen.

Nachdem der Trainer in der vergangenen Woche bereits hatte durchblicken lassen, dass der FC nun mit einigen Spielern über Leihen, Wechsel oder sogar Vertragsauflösungen verhandeln müsse, ist nach dem ersten Pflichtspiel nun auch klarer, um welche Profis es sich dabei handelt. Huseinbasic und Pacarada zählen dabei genauso zu den Kandidaten wie der im Mittelfeld chancenlose Jacob Christensen sowie die ohnehin schon aussortierten Florian Dietz und Sargis Adamyan. Abwehr-Talent Julian Pauli könnte derweil über eine Leihe Spielpraxis sammeln. Dem Innenverteidiger soll beim FC die Zukunft gehören.

Diesen Spieler würde der FC wohl ersetzen

Im Falle eines Abganges von Huseinbasic würden die Kölner derweil nochmal über eine Nach-Besetzung nachdenken. Anders stellt sich die Situation bei einem möglichen Pacarada-Abgang dar: Sollte Kwasniok Linton Maina weiterhin als linken Schienenspieler einplanen, würde wohl kein direkter Ersatz für den Abwehrspieler verpflichtet werden. In der Innenverteidigung herrscht derweil ohnehin kein Bedarf. Entsprechend haben auch die jüngsten Gerüchte um Étienne Kinkoué von Le Havre keinen Bestand, der FC wird auf dieser Position nicht mehr aktiv werden.

Eine Ausnahme vom aktuellen Transfer-Stopp würde der FC jedoch für Kwasnioks Wunschspieler machen. Der Trainer buhlt auch öffentlich intensiv um die Dienste seines Ex-Spielers Raphael Obermair. Bislang scheinen die Fronten zwischen dem FC und dem SC Paderborn allerdings verhärtet zu sein. Nicht auszuschließen, dass sich der Poker um den wechselwilligen Spieler noch bis zum Ende des Transferfensters am 1. September hinzieht. Druck haben Thomas Kessler und der FC zumindest nicht mehr. Die Transfer-Offensive ist beendet, jetzt zählt die Feinjustierung.

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