„Da kann mir das nicht passieren“: Kessler entscheidet sich für Wechsel

Thomas Kessler sah als Lizenzbereich-Leiter die eine oder andere Gelbe Karte. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler sah als Lizenzbereich-Leiter die eine oder andere Gelbe Karte. (Foto: Bucco)

Tribüne statt Bank: Als Sportdirektor des 1. FC Köln hat sich Thomas Kessler für einen neuen Platz entschieden – auch im Sinne des Haussegens.

Thomas Kessler hatte beim 1. FC Köln über Jahre einen Stammplatz an der Seitenlinie. Zu Spielerzeiten saß der Torhüter eher unfreiwillig auf der Bank – mehr als 300-mal als Stellvertreter der jeweiligen Nummer eins. Als Lizenzbereich-Leiter nahm er hier erneut Platz, um nah an der Mannschaft zu sein.

Doch damit ist nun Schluss. Beim Rheinischen Fußballgipfel der RP hat Kessler angekündigt, fortan die Tribüne zu bevorzugen – und seinen persönlichen Wechsel mit einer amüsanten Anekdote begründet.

Kessler und die Folgen einer Gelben Karte

Als thematisiert wurde, was ihm als gebürtigem Kölner die Arbeit beim FC bedeute, sagte Kessler bei dem jährlichen Talkformat in Düsseldorf: „Wenn man in der Stadt und in dem Verein groß wird, den Traum hat, beim FC im Bundesliga-Tor zu stehen, und man jetzt Sportdirektor von so einem großen Verein ist, ist das ein riesiges Privileg.“

Doch er berichtete auch über die Schattenseiten, die es hierfür in Kauf zu nehmen gilt – mit einem Schmunzeln. „Ich habe drei kleine Kinder, da wird im Kindergarten über den 1. FC Köln gesprochen. Wenn die Erfolge mal ausbleiben, kriegen die Kinder das mit“, erzählte Kessler und verriet noch eine Anekdote: „Wenn der Papa mal wieder eine Gelbe Karte bekommen hat, steht das in Köln natürlich direkt in der Zeitung, dann reden auch die Eltern zu Hause darüber und dann kommt meine große Tochter und sagt: ‚Papa, du hast echt eine Gelbe Karte bekommen? Das ist mir aber peinlich, wenn mich alle darauf ansprechen.’“

So blieb dem Sportdirektor eigentlich keine Wahl. „Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, demnächst nur noch auf der Tribüne zu sitzen, da kann mir das nicht passieren“, entschied sich Kessler für eine neue Perspektive. Bereits den dramatischen Pokalsieg in Regensburg verfolgte der 39-Jährige von der Tribüne aus.

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