Der 1. FC Köln hat am Deadline Day seinen wohl letzten Neuzugang des Sommers vorgestellt. Alessio Castro-Montes kommt vom belgischen Meister Union Saint-Gilloise ans Geißbockheim. Der Mittelfeldspieler hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.
Am Sonntag noch hatte Alessio Castro-Montes beim 2:0-Erfolg gegen den RSC Anderlecht im Kader von Union Saint-Gilloise gestanden. Zum ersten Mal war der Flügelspieler in dieser Saison jedoch nicht zum Einsatz gekommen, sondern hatte die gesamten 90 Minuten über auf der Bank gesessen. Ein Grund dafür dürfte der bereits zu diesem Zeitpunkt bevorstehende Wechsel zum 1. FC Köln gewesen sein.
Denn kurz bevor in Müngersdorf das erste FC-Heimspiel der neuen Saison angepfiffen wurde, war die bevorstehende Einigung zwischen Saint-Gilloise, dem FC und Castro-Montes öffentlich geworden. Am nächsten Morgen hatte der 28-Jährige die rund 200 Kilometer von Brüssel nach Köln dann auch bereits zurückgelegt und war zum obligatorischen Medizincheck an der MediaPark Klinik eingetroffen. Wenig später fuhr der Neuzugang zum Geißbockheim und unterschrieb dort seinen Dreijahres-Vertrag.
Das sagen Kessler und Castro-Montes
„Mit Alessio verstärken wir uns wie geplant noch einmal auf der Außenbahn. Er ist ein polyvalent einsetzbarer Spieler, der internationale Erfahrung, fußballerische Qualität und große Spielintelligenz mitbringt. In den Gesprächen hat er klar zum Ausdruck gebracht, dass er diese Stärken bei uns einbringen und in der Bundesliga unter Beweis stellen möchte. Wir freuen uns sehr über seine Entscheidung und sind überzeugt, dass er uns als Spieler und Persönlichkeit dabei helfen wird, unser Ziel zu erreichen: eine stabile Bundesliga-Saison zu spielen“, sagt FC-Sportdirektor Thomas Kessler.

Castro-Montes sagt zu seinem Wechsel nach Köln: „Ich habe mich für den FC entschieden, weil es ein richtig großer, cooler Club mit einer riesigen Fanbase ist. Und es war schon immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen. Deshalb ist das ein super Schritt für mich. Ich freue mich auf diese Herausforderung und möchte in allererster Linie dazu beitragen, dass wir in der Bundesliga bleiben.“
Belgier kommt nach geplatztem Obermair-Deal
Der FC hatte sich parallel zu Raphael Obermair also die gesamte Zeit auch mit Castro-Montes beschäftigt. Als der Deal mit dem SC Paderborn hinsichtlich dem Wunschspieler von Lukas Kwasniok dann endgültig geplatzt war, setzte Kessler seinen Plan B in die Tat um. Mit dem Belgier bekommen die Kölner einen erfahrenen Abwehrspieler, der bereits 172 Spiele in der Jupiler League Pro absolviert hat.
Castro-Montes ist dabei eigentlich im rechten Mittelfeld zuhause, kann aber auch auf der linken Seite sowie in der Abwehr spielen. Beim FC dürfte der Spieler vornehmlich als Alternative zu Kristoffer Lund auf der linken Schiene eingeplant sein. Dort ist der FC seit dem Abgang von Leart Pacarada nur noch einfach besetzt.
Aus dem Nachwuchs von St. Truiden war Castro-Montes 2017 zum KAS Eupen gewechselt. Von dort ging es zwei Jahre später für 1,2 Millionen Euro zum KAA Gent. 2023 wechselte der Belgier für zwei Millionen Euro zu Union Saint-Gilloise, wo er im vergangenen Sommer die Meisterschaft feierte. Der 1. FC Köln überweist dem Vernehmen nach nun ebenfalls knapp zwei Millionen Euro an die Belgier. Für den Bundesliga-Aufsteiger ist Castro-Montes, der drei Stunden vor Ende der Transferperiode vorgestellt wurde, inklusive Leih-Rückkehrer Said El Mala der zwölfte Neuzugang dieses Sommers. Die Transfer-Planungen der Kölner sind damit nun wohl abgeschlossen.








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