Lukas Kwasniok hat den Begriff Stammelf eigentlich aus dem Wortschatz des 1. FC Köln gestrichen. Nichtsdestotrotz hat sich insbesondere im Angriff inzwischen ein Trio herauskristallisiert, dass derzeit die Nase vorne hat.
Marius Bülter, Jan Thielmann und Jakub Kaminski haben sowohl am ersten Spieltag beim 1. FSV Mainz 05 als auch gegen den SC Freiburg die offensive Dreier-Reihe im Angriff des 1. FC Köln gebildet. Das Trio hat sich während der Vorbereitung durchgesetzt und scheint aktuell den Vorzug von Lukas Kwasniok zu erhalten. Mit Erfolg: Immerhin waren die drei Offensiv-Spieler an vier der bisherigen fünf Kölner Saisontore direkt oder indirekt beteiligt gewesen.
Dabei hatte der Trainer während der Vorbereitung erklärt, „keine dauerhafte Stammelf“ implementieren zu wollen, sondern die Plätze in der Startformation jede Woche aufs Neue zu vergeben. Bislang jedoch hat Kwasniok diese Ankündigung nur bedingt umgesetzt. Im Vergleich zum Mainz-Spiel hatte der 44-Jährige mit zwei personellen Änderungen immerhin nur geringfügige Anpassungen vorgenommen.
Kwasniok nicht überrascht
Zumindest ein Gerüst scheint Kwasniok daher bereits gefunden zu haben, wozu Bülter, Thielmann und Kaminski durchaus hinzuzuzählen sind. „Mich überrascht das nicht“, sagte der Trainer nach dem Freiburg-Spiel selbst zu dem erneut aufgestellten und erfolgreichen Trio. „Ich sehe ja im Training, was die Jungs können.“ Die drei Angreifer würden dabei nicht „über das Filigrane“ kommen, sondern vielmehr den Gegner permanent und unablässig stressen.
„Sie lassen nie los, nie locker“, sagte Kwasniok. „Das ist Kuba. Der versucht es einmal, ein zweites und drittes Mal. Und wenn es nicht funktioniert, ist er beim vierten Mal wieder da. Andere resignieren. Bei Jan und Bülti ist es ganz ähnlich.“ Schon vor dem Saisonstart hatte der Trainer dabei insbesondere Thielmann hervorgehoben und erklärt, dass mit seiner Rückkehr aus dem Sonderurlaub nach der U21-EM die gesamte Mannschaft von dessen Energie auf dem Platz profitiert hätte.
Das sagen die Angreifer
„Das spürt die Mannschaft und sie muss ihnen dann auch folgen. In der Arbeit gegen den Ball tun sie dem Gegner weh, sind fleißig“, meinte der FC-Coach. Dies seien letztlich auch die Gründe, „warum die Jungs die Nase aktuell ein wenig vorne haben.“ Die drei Profis selbst haben dem Trainer das in sie gesetzte Vertrauen an den ersten Spieltagen mit Leistung und Toren gedankt.
Zusammen kommt das Trio bereits auf sieben Scorerpunkte. „Bülti, Jan und ich wechseln immer die Postionen, wir haben nicht nur eine Position auf dem Platz. Das tut uns gut. Wir können viel laufen und die Flanken kommen mit einer Top-Qualität“, erklärte Kaminski die Stärken der Offensiv-Reihe. Thielmann ergänzte nach dem Freiburg-Spiel: „Wir sind unter dem neuen Trainer und mit neuen Taktiken unberechenbar. Sich darauf einzustellen als Gegner, ist noch nicht ganz so leicht. Wir haben qualitativ gute Jungs eingekauft und harmonieren schon sehr gut. Deswegen läuft es.“
FC mit den viertmeisten Toren
Und auch Bülter, mit zwei Toren und zwei Vorlagen aktuell der Kölner Top-Scorer, fügte hinzu: „Mit den Mitspielern und den Trainern passt es – und dann kommt auch noch ein bisschen Glück dazu.“ Diese neue Erfolgsformel hat den FC damit nach zwei Spieltagen nicht nur die volle Punkteausbeute gebracht, sondern aktuell auch die viertmeisten erzielten Tore. Somit dürfte auch Kwasniok damit leben können, dass er mit Blick auf seine Anfangsformationen womöglich doch mehr als nur ein Gerüst gefunden hat.








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