Kwasnioks „speziellere“ Aufgabe nach Flugshow mit Kaspari

Lukas Kwasniok bejubelt mit Frank Kaspari das 3:0 gegen den SC Freiburg. (Foto: IMAGO / Volkmann)
Lukas Kwasniok bejubelt mit Frank Kaspari das 3:0 gegen den SC Freiburg. (Foto: IMAGO / Volkmann)

Nicht nur mit seiner Outfit-Wahl macht Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln und deutschlandweit an der Seitenlinie auf sich aufmerksam. Am Sonntag produzierte der Trainer nach dem Tor zum 3:0 ein seltenes Bild.

Es war das wohl kurioseste Bild des 2. Bundesliga-Spieltags. Nachdem Jan Thielmann am Sonntagabend in der 57. Minute das vorentscheidende 3:0 gegen den SC Freiburg erzielt hatte, jubelte Lukas Kwasniok ausgiebig mit Frank Kaspari. Im Freudentaumel landete der Assistent dabei kurzerhand verkehrt herum auf den Schultern des Trainers.

„Das planst du ja nicht“, sagte Kwasniok hinterher mit einem Schmunzeln. Nach drei Saisons in Paderborn sind die beiden Trainer beim FC dabei schon in ihre vierte gemeinsame Spielzeit gestartet. „Ich habe mit Frank Kaspari glücklicherweise schon ein paar erzielte Tore feiern dürfen“, meinte der 44-Jährige daher. Das Thielmann-Tor war dabei tatsächlich der 218. Pflichtspiel-Treffer, den das Duo als gemeinsames Trainergespann bejubeln konnte.

Kwasniok erklärt kuriosen Jubel

So ausgiebig wie am Sonntag dürften die Feierlichkeiten jedoch wohl in den seltensten Fällen ausgefallen sein. „Er stand vor mir, ist ein Lulatsch – ich bin relativ klein und habe nur die Beine gesehen. Dann habe ich ihn halt hochgelüpft, dabei denkst du dir recht wenig“, erzählte Kwasniok den ungewöhnlichen Jubel nach seinem ersten Heimerfolg als FC-Trainer aus seiner Sicht.

Nach dem überraschend deutlichen 4:1-Sieg war die Euphorie bei Kwasniok aber zumindest nach außen hin schon wieder etwas abgeflacht. „Wir müssen die Kirche im Dorf behalten, aber Siege in der Bundesliga darfst du einfach ausgiebig feiern. Die Aufgabe ist, einen gut Mix hinzubekommen“, erklärte der ehemalige Paderborner. Dabei konnte Kwasniok nach seinem Heim-Debüt schon feststellen, dass die Aufgabe in Köln „spezieller als woanders“ sei.

Kwasniok: „Das Schöne ist…“

Dass Kwasniok am Sonntag so schnell zu dieser Annahme gekommen war, dürfte auch daran liegen, dass die FC-Fans ihrer Freude über den ersten Bundesliga-Heimsieg nach einem Jahr in der 2. Liga ebenfalls freien Lauf ließen. Gesänge über den Europapokal und die Deutsche Meisterschaft gehörten spätestens nach dem vierten Treffer von Said El Mala zum guten Ton in Müngersdorf.

„Das Schöne ist“, ergänzte Kwasniok, „dass sich der Kölner auch ein wenig selbst auf die Schippe nehmen kann, schon am zweiten Spieltag eine Selbstironie an den Tag legt und vom Europapokal singt.“ Darauf müsse er sich als Trainer zwar einlassen, gleichzeitig bringe das aber auch eine gewisse Aufgabe mit sich: „Du musst die Leute im richtigen Moment auch wieder auf den Boden der Tatsachen katapultieren.“ In der Länderspielpause hat der Trainer nun Zeit, darüber nachzudenken, wie er das schaffen will. Der natürliche Weg, nämlich Spiele zu verlieren, dürfte dabei nicht zu seinem Plan gehören.

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