Lisa Schmitz, der neuen Torhüterin des 1. FC Köln, ist bei der Bundesliga-Auftaktpleite gegen RB Leipzig ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Trainerin Britta Carlson hatte nach der Partie eine klare Meinung zur Situation.
Von Anton Kostudis
Zum Bundesliga-Start im Franz-Kremer-Stadion war eigentlich alles angerichtet: Bestes Fußballwetter, tolle Heim-Atmosphäre und ein Gegner, mit dem noch eine Rechnung offen war. Doch der Liga-Auftakt gegen RB Leipzig wurde für die Frauen des 1. FC Köln am Samstag letztlich zur bitteren Nullrunde. Mit 0:2 mussten sich Trainerin Britta Carlson und ihr Team geschlagen geben.
Vor allem eine FC-Akteurin dürfte nach der Partie besonders angefressen gewesen sein: Lisa Schmitz. Die 33-jährige Torhüterin war im Sommer nach Engagements bei Bayer Leverkusen, Turbine Potsdam, HSC Montpellier und beim VfL Wolfsburg in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt. Der erste Auftritt vor heimischer Kulisse? Er sollte natürlich ein ganz besonderer und – vor allem – erfolgreicher werden.
Start gegen Leipzig: Schmitz patzt bei Premiere
Doch dann kam die 14. Spielminute. Ex-FC-Angreiferin Marleen Schimmer zog von der linken Seite nach innen – und aus 25 Metern einfach mal ab. Der Ball sprang kurz vor Schmitz noch einmal auf. Und rutschte irgendwie über die Keeperin zum 0:1 ins FC-Tor. Ein richtig krummes Ding. Und der frühe Nackenschlag für die Gastgeberinnen, welche die vorangegangenen drei Bundesliga-Partien gegen RB allesamt verloren hatten. Und so sollte es auch diesmal kommen, 0:2 hieß es am Ende.
Für Schmitz, die sich in dieser Saison mit der im Winter neu verpflichteten Norwegerin Aurora Mikalsen um den Stammplatz zwischen den Pfosten duellieren soll, war es beim Heim-Debüt natürlich der denkbar bitterste Start. Ihre Konkurrentin fehlte derweil noch angeschlagen.
Nach Patzer gegen RB: Carlson stärkt Schmitz
Aber: Nach dem Schlusspfiff erhielt die neue FC-Keeperin direkt Rückendeckung von ihrer Trainerin. Denn Britta Carlson erklärte: „Ich bin mit Lisa komplett zufrieden. Sicherlich weiß sie selbst, was sie heute besser hätte machen können. Ich möchte ihr aber nichts ankreiden, weil wir die Situation vorher schon verhindern hätten können. Ich mache ihr da keinen Vorwurf.“
Die Kölner Trainerin ärgerte vielmehr, dass ihre Truppe die taktischen Vorgaben letztlich nicht konsequent genug umgesetzt hatte. „Wir hatten genau das besprochen: Dass gerade die beiden Leipziger Außenspielerinnen immer nach innen ziehen“, so Carlson.
Dass der Patzer beim Heim-Einstand Schmitz aus der Bahn werfen könnte, glaubt Carlson nicht. „Sie ist sowieso die Erste, die sich alle Szenen hinterher noch einmal anguckt“, meinte die FC-Trainerin und betonte: „Ich bin happy, dass sie da ist. Und sie wird in Zukunft auch eine große Stütze für uns sein.“








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