Er kam als potenzieller Königstransfer für die Profis, jetzt soll er die Talente in der U21 unterstützen: Evangelos Sbonias erklärt, warum Sargis Adamyan doch wieder für den 1. FC Köln spielt und lobt den Ex-Bundesliga-Akteur.
Mit dem Derby-Sieg im Rücken scherzte Sargis Adamyan sogar über seine schwierigen letzten Monate. „Sargis hat gerade aus Spaß gesagt, dass ich in den letzten sechs Tagen aus seinem Körper mehr herausgeholt habe als in den letzten sechs Monaten“, berichtete U21-Trainer Evangelos Sbonias nach dem 2:1-Sieg des 1. FC Köln gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach.
Bei den Profis wurde Adamyan in diesem Sommer ohne Testspiel-Minute aussortiert, auch in der Regionalliga war er bis zur Schließung des Transferfensters außen vor. Doch seit der Länderspielpause spielt der 32-Jährige wieder für den FC. Auf sein 80-minütiges Comeback am Samstag in Bochum folgte am Mittwochnachmittag ein Einsatz über 90 Minuten gegen Gladbach.
Warum die U21 auf Adamyan setzt
Vom einstigen Königstransfer zum Talente-Mentor: Bei den Profis fand der 2022 als amtierender belgischer Meister verpflichtete Adamyan nie in die Spur. Nachdem eine vorzeitige Trennung in diesem Sommer aus finanziellen Gründen scheiterte, soll der Routinier in seinem letzten Vertragsjahr nun helfen, den FC-Nachwuchs zu formen.
„Man hört das vielleicht nicht, aber er ist in der Kabine wichtig beim Reden. Er ist beim Warmmachen wichtig. Er ist in diesen Phasen, wo es nicht läuft, wichtig, um den Jungs Stabilität zu geben“, erklärt Sbonias, warum Adamyan plötzlich wieder für den FC spielt.
Sbonias erhofft sich Präsenz und Cleverness
Gegen Gladbach hätte der Angreifer in der ersten Halbzeit beinahe sogar getroffen, wurde beim Stand von 0:1 allerdings im Strafraum geblockt. „Dass nicht alles funktioniert, ist auch klar, aber darum geht es nicht“, so Sbonias weiter: „Es geht darum, eine gewisse Präsenz auf dem Platz zu haben. Und seine Cleverness sieht man schon in ein, zwei Situationen – wann man den Körper einsetzen muss, wann man mal ein Foul zieht, wann man mal nicht draufgeht, wann man mal einen tiefen Ball spielt.“
Die Kölner Talente sollen in Adamyans letztem FC-Jahr von dessen Erfahrung profitieren. „Er macht es momentan sehr gut“, lobt Sbonias und dürfte auch zum Abschluss der Englischen Woche, am Samstag in Oberhausen, gewillt sein, einiges aus Adamyans Körper herauszuholen.







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