Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln sind nach einem bitteren 1:2 (1:1) gegen den VfL Wolfsburg auf den letzten Tabellenrang abgerutscht. Durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit kassierte das Team von Britta Carlson die dritte Niederlage im dritten Spiel.
Lange Zeit sah es aus, als könnten die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln den VfL Wolfsburg schon wieder ärgern. Beim Debüt von Trainerin Britta Carlson, am 7. Februar dieses Jahres, hatten die Geißböcke dem großen Favoriten ein 0:0 abgetrotzt. Beim erneuten Aufeinandertreffen am Sonntagabend ging der FC nun sogar traumhaft in Führung – musste im 16. Bundesliga-Duell mit den Wölfinnen letztlich aber doch die 13. Niederlage hinnehmen.
Tore und Highlights
38. Minute: Der FC begann mutig, bot dem siebenfachen Meister und elffachen Pokalsieger die Stirn. Die Kölnerinnen verteidigten derart engagiert, dass Wolfsburger Chancen Mangelware blieben. Der Lohn war ein Traumtor zur Führung durch Carlotta Imping. Die Rechtsverteidigerin hatte im Halbfeld viel Platz, legte sich den Ball kurz vor dem Strafraum vom rechten auf den linken Fuß – und zog einfach mal ab. Der Ball schlug im linken oberen Eck zum 1:0 ein.
45. Minute: Wolfsburg glich allerdings noch vor der Pause aus. Nachdem FC-Torhüterin Lisa Schmitz nur eine Minute zuvor im Eins-gegen-Eins-Duell mit Lineth Beerensteyn glänzend pariert hatte, verschätzte sich die Ex-Wolfsburgerin nun. Bei einem Kopfball-Querleger von Popp kam Schmitz von der Linie, aber nicht an den Ball. Beerensteyn köpfte zum 1:1 ein.
72. Minute: Auch nach dem Seitenwechsel ließ der FC gegen die insgesamt spielbestimmenden Gäste nicht viel zu, leistete sich kaum Fehler. Dann lud eine verpatzte Abstoß-Variante Popp zum Abschluss ein, doch Schmitz parierte den 18-Meter-Schuss der Ex-Nationalspielerin stark.
82. Minute: Zehn Minuten später bekam Wolfsburgs Vallotto den Siegtreffer auf dem Silbertablett serviert. Nach einem Zusammenprall von Marina Hegering und Alexandra Popp, die sich in dieser Szene wohl schwer verletzte, hatte Vallotto im Kölner Strafraum freie Bahn, schoss aber am Tor vorbei.
90+6. Minute: Sieben Minuten Nachspielzeit waren angezeigt – in der sechsten entriss der VfL dem FC den ersehnten ersten Punkt dieser Saison doch noch! Nach einem Eckball von Levels setzte sich Camilla Küver im Fünfmeterraum gegen die halbe Kölner Mannschaft durch und erzielte per Kopf das 1:2.
Personal
So spielte der FC: Schmitz – Imping, Matysik, Hegering, Agrez (90. Bohnen), Gerhardt – Feiersinger (67. Schiffarth), Vogt, Donhauser – Achcinska, Jessen (81 Leimenstoll).
Zur Aufstellung: Im Vergleich zum 0:1 in Freiburg rückten Anna Gerhardt und Sylwia Matysik in die Startelf. Weronika Zawistowska fehlte verletzt, Martyna Wiankowska musste auf die Bank. Gegen den Ball setzte der FC auf eine Fünferkette, vor dem Dreiermittelfeld waren Achcinska und Jessen die ersten Anläuferinnen. Mit dem Ball agierten die Geißböcke meist in einer 3-4-2-1-Formation.
Fazit
Die Leistung stimmte – das Ergebnis mal wieder nicht. Britta Carlson und ihr Team hätten sich den ersten Punkt der Saison verdient gehabt. Nach dem 0:2 zum Auftakt gegen RB Leipzig und dem unglücklichen 0:1 in Freiburg haben sich die Geißböcke weiter gesteigert, schnupperten gegen Wolfsburg an der Überraschung. Bis zum Dämpfer in der Nachspielzeit. So bitter diese Last-Minute-Pleite war, der Auftritt sollte dem FC definitiv Auftrieb geben. Knüpfen die Kölnerinnen an diese Leistung an, könnte am Mittwoch in Essen der erste Sieg herausspringen. Für den Moment allerdings hat der FC als einziges punktloses Team die Rote Laterne der Frauen-Bundesliga inne.







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