Der 1. FC Köln hat sich im Stadt-Duell mit Viktoria und Fortuna Köln nicht von seiner besten Seite gezeigt. Trainer Lukas Kwasniok blieb hinterher dennoch gelassen – ärgerte sich aber insbesondere über eine Szene.
Zwei Niederlagen, null Punkte, letzter Platz: Der Cologne Cup ist für den 1. FC Köln sportlich alles andere als ein Erfolg gewesen. Nach dem dritten Sieg in der Bundesliga waren die zwei Pleiten gegen den Dritt- und Vierligisten aus Köln eine Enttäuschung. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dem FC zahlreiche Leistungsträger am Donnerstagabend im Südstadion gefehlt hatten.
Dennoch wollte Lukas Kwasniok die Ergebnisse nicht zu hoch hängen. „Die Haltung war absolut in Ordnung, damit war ich schon einverstanden. Wir hatten auch eine gute Kommunikation auf dem Feld“, blieb der Trainer gelassen und merkte an, dass beide Partien auch nicht mit einem 1:2 aus FC-Sicht hätten enden müssen. Die Chancen für bessere Ergebnisse waren durchaus da gewesen. Der 44-Jährige ist dabei ohnehin kein Trainer, der nach Niederlagen seine Spieler öffentlich in den Senkel stellt.
Zwei individuelle Fehler bringen Niederlage
Natürlich sei es trotzdem „immer doof, wenn du Spiele verlierst“, merkte Kwasniok an. Gerade, weil sich seine Mannschaft gegen die Fortuna „die zwei Eier“ durch individuelle Fehler „selbst reingelegt“ hatte. Vor dem Elfmeter war Etienne Borie unglücklich weggerutscht und hatte beim Versuch, den Ball noch wegzuschlagen, seinen Gegenspieler getroffen. Beim zweiten Treffer hatte Ron-Robert Zieler einen haarsträubenden Fehlpass am eigenen Strafraum gespielt.
Solche Szenen sind es allerdings nicht, die den FC-Trainer verzweifeln lassen. Vielmehr war es ein anderes Gegentor, über das sich Kwasniok nach Turnier-Ende dann doch zumindest ein wenig geärgert hatte. „Das Einzige, was mir spieltaktisch ein bisschen sauer aufgestoßen ist, ist das 1:2 gegen die Viktoria“, sagte Kwasniok. Mit dem letzten Ballkontakt des Spiels hatte Ex-FC-Talent Samuele Carella den Siegtreffer für die Höhenberger erzielt.
Mangelhafte Box-Verteidigung
Dabei waren die FC-Spieler allerdings im Strafraum in der Überzahl gewesen, als Fabian Fricke den Ball noch einmal unbedrängt von der rechten Seite in den Sechzehner geflankt hatte. Tom Krauß, der für den in dieser Szene rausgeschobenen Luc Dabrowski zunächst in die Kette gerückt war, hatte Carella dann im Rücken davon laufen lassen, der Abstand zwischen Cenk Özkacar und Yannick Mausehund war schließlich zu groß, um noch an den Ball zu kommen, sodass der 19-Jährige aus fünf Metern leichtes Spiel hatte.
„Wir haben an der Box-Verteidigung gearbeitet und da heute nicht mal Begleitschutz gehabt, sondern die Orientierung verloren“, bemängelte Lukas Kwasniok. Gegen die TSG Hoffenheim hatte das Verteidigen im Strafraum vor einer Woche hervorragend funktioniert, im Test-Kick gegen die Viktoria war sie es beim Gegentor jedoch mangelhaft. Deswegen versprach der Trainer für die ab Dienstag anstehende Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg: „Das wird sicherlich auch noch einmal Thema.“








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