Der 1. FC Köln hat sich mit einem 1:1-Unentschieden vom FC Augsburg getrennt. Gegner-Trainer Sandro Wagner war sowohl vor als auch nach dem Spiel voll des Lobes für Lukas Kwasniok – wusste die Ideen des FC-Coaches aber auch zu kontern.
Es hatte am Samstagnachmittag einige Minuten gedauert, ehe der 1. FC Köln gegen den FC Augsburg ins Spiel gefunden hatte. Das lag insbesondere an den aggressiv und hoch anlaufenden Gästen aus Bayern, die den FC zum Start mit Ball kaum aus der eigenen Hälfte kommen ließen.
Das frühe Pressing war dabei eine klare Vorgabe von Augsburg-Trainer Sandro Wagner gewesen. „Es ist klar zu erkennen, was sie in den ersten Minuten zuhause machen wollen“, hatte der 37-Jährige bereits vor dem Spiel erklärt. Und das ist: Das Stadion mit seinen Fans von Beginn an anzünden, im Idealfall wie gegen den VfB Stuttgart ein ganz frühes Tor erzielen, und den Gegner mit dem eigenen Rückwind gar nicht zur Entfaltung kommen lassen.
Augsburg gut auf den FC eingestellt
Die Augsburger ließen einen Kölner Sturmlauf zu Beginn des Spiels jedoch nicht zu, erstickten jeden Offensiv-Versuch direkt im Keim. Erst nach rund 20 Minuten fand der FC besser ins Spiel und hatte durch den Pfostentreffer von Jakub Kaminski die große Chance auf die Führung (27.). Dass letztlich, abgesehen von El Malas Traumtor, keine weiteren hochkarätigen Torgelegenheiten mehr dazugekommen waren, lag auch daran, dass der FCA gut auf den FC eingestellt war.
„Das, was sie spielen, ist klar zu erkennen gegen den Ball, aber auch klar zu erkennen mit dem Ball“, hatte Wagner schon vor der Partie durchblicken lassen, gut auf den FC vorbereitet zu sein. Dabei war der ehemalige Stürmer voll des Lobes für seinen Kollegen auf der anderen Seite der Coaching-Zone. „Lukas Kwasniok ist ein herausragender Trainer, das sieht man jetzt auch in der Bundesliga. Er ist auch ein cooler Typ.“
Wagner: „Herausragendes Trainerteam“
Auch nach dem am Ende leistungsgerechten Unentschieden schwärmte Wagner: „Wir wussten, dass das gegnerische Team ein herausragendes Trainerteam hat und wussten, dass wir auf allen Ebenen gut performen müssen.“ Statt wie gewöhnlich „immer unzufrieden“ zu sein mit seiner Mannschaft, war Wagner daher am Samstag nach dem Punktgewinn in Müngersdorf „ein Stück weit stolz“ auf seine Spieler.
Dass sich der gegnerische Trainer einer Mannschaft, die seit über einem Jahrzehnt ohne Unterbrechung in der Bundesliga spielt, dabei derart positiv über einen Aufsteiger äußert, dürfte für den FC freilich eine große Anerkennung der geleisteten Arbeit sein – auch wenn Lukas Kwasniok und seine Mannschaft am Samstag wohl lieber die drei Punkte als Belohnung in Köln behalten hätten.








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