Trotz Profi-Training vor Bayern: Darum ist Malek El Mala noch keine Alternative 

Malek El Mala im Trikot der U21 des 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Funke Foto Services)
Malek El Mala im Trikot der U21 des 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Funke Foto Services)

Malek El Mala hat am Dienstag mit den Profis des 1. FC Köln trainiert. Jedoch gilt der Stürmer, anders als sein Bruder Said, noch nicht als Option für die Bundesliga.

Von Linda Dragovic

Vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München hat Malek El Mala vorübergehend bei den Profis des 1. FC Köln mittrainiert. Die interne Planung sieht aber vor, dass der Stürmer in dieser Saison weiter in der Regionalliga Spielpraxis sammeln soll. Eine dauerhafte Beförderung in die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok ist noch nicht in Sicht.

„Heute ist im Training nicht so viel passiert, aber wir wollten im Elf gegen Elf einige Dinge durchlaufen lassen“, erklärte Kwasniok am Dienstag die zwischenzeitliche Berufung El Malas ins Profi-Training. Während Yannick Mausehund aufgrund der zahlreichen Verletzten in der Innenverteidigung zunächst bei den Profis bleiben dürfte, soll El Mala wieder zur U21 zurückkehren.

Gesund bleiben und Spielpraxis sammeln

Kwasniok betonte, dass der Bruder von FC-Profi Said El Mala noch Zeit brauche, um sein Leistungsniveau dauerhaft zu stabilisieren. Der 44-Jährige will den Angreifer langfristig aufbauen. „Malek soll jetzt 25 bis 30 Spiele in der Regionalliga machen, um die körperlichen Vorraussetzungen zu haben, in der Bundesliga mitmachen zu können.“

Für Kwasniok reicht El Malas Entwicklungsstand noch nicht für ein dauerhaftes Training mit den Profis aus. „Malek hat noch keine Kontinuität“, sagte Kwasniok. „Er war verletzt, hat jetzt mal wieder gespielt, aber du musst erst einmal über einen längeren Zeitraum nachweisen, dass du die Qualität besitzt.“ Zuletzt war El Mala Ende September drei Wochen lang ausgefallen und hat sich erst jetzt wieder zurückgekämpft.

Warum Said El Mala weiter ist als sein Bruder Malek 

Überhaupt hat der ältere El-Mala-Bruder immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Auch bei Viktoria Köln kam der Stürmer in der vergangenen Saison nur in 19 von 38 Drittliga-Spielen zum Einsatz, verpasste alleine kurz vor Saisonende wegen eines doppelten Bänderrisses sieben Spiele. Gesund bleiben und Spielpraxis sammeln heißt daher beim FC in dieser Saison erst einmal die Devise.

Sollte El Mala dies gelingen, könnte dann der nächste Schritt anstehen: die schrittweise Integration bei den Profis oder aber eine Leihe in eine höhere Liga. „Von der Regionalliga in die Bundesliga ist ein immens weiter Weg“, machte Kwasniok klar. „Das ist die große Challenge für die jungen Spieler. Deswegen brauchen die meisten einen Umweg.“

Und schließlich zog Kwasniok einen Vergleich von Malek zu Said: „Said hat eine ganze Saison in der 3. Liga gespielt“, betonte Kwasniok. „Die 3. Liga war sehr wichtig für ihn, sodass er uns schon jetzt helfen kann.“ Malek El Mala muss sich also gedulden und erst einmal über die Regionalliga zu seinem Rhythmus finden. Immerhin: Mit vier Toren in zehn Spielen konnte er seine Torgefährlichkeit bereits unter Beweis stellen.

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