Die U17-Weltmeisterschaft ist für die drei Nachwuchsspieler des 1. FC Köln früh zu Ende gegangen. Aus persönlicher Sicht kann jedoch insbesondere ein Spieler positiv auf das Turnier blicken.
Wenn am Donnerstag das Finale der U17-Weltmeisterschaft zwischen Österreich und Portugal ausgetragen wird, sind die deutschen Talente längst schon wieder in der Heimat angekommen. Der DFB-Nachwuchs war bereits überraschend früh im Sechzehntelfinale gegen Außenseiter Burkina Faso gescheitert.
Für den 1. FC Köln hatte das Aus jedoch auch etwas Gutes: Mit Benjamin Ley, Maik Akumu und Torhüter Leonard Reiners hat die U19 wieder drei Spieler mehr in ihren Reihen. Dennoch war für Trainer Stefan Ruthenbeck angesichts des Ausscheidens vom Titelverteidiger auch Aufbauarbeit gefragt – zumal mit Akumu ein Spieler mit einer Gehirnerschütterung aus Katar zurückgekehrt ist und zunächst noch pausieren muss.
Leys Entwicklung beim DFB nicht abzusehen
Der Sommer-Neuzugang von der Hertha hatte dabei gegen Burkina Faso wie schon im letzten Gruppenspiel gegen El Salvador in der Startelf von Trainer Marc-Patrick Meister gestanden. Ley war derweil in jeder Partie von Beginn an gestartet – und verpasste lediglich beim klaren Erfolg über El Salvador die zweite Halbzeit aufgrund von Belastungssteuerung.
Dass sich der 17-Jährige dabei derart als Leistungsträger bei der deutschen U17-Mannschaft etablieren würde, war im Vorfeld nicht abzusehen gewesen. „Wir sind sehr stolz, dass er kurz vor Schluss mit auf den WM-Zug aufgesprungen ist“, sagte Ruthenbeck mit Blick auf das Turnier in Katar. Entsprechend könne der Spieler zweigeteilt auf diese Weltmeisterschaft blicken.
Ruthenbeck: „Das ist überragend!“
„Zum einen ist es für ihn eine tolle Geschichte. Er war gar nicht so auf der Liste und hat sich dann zum Stammspieler für Deutschland bei einer U17-WM entwickelt. Das ist überragend“, erklärte der Trainer. Zum anderen sei da aber natürlich auch die Enttäuschung über das Abschneiden mit der Mannschaft. „Das hängt natürlich nach. Ben will jedes Trainingsspiel und jedes Spiel gewinnen. Es hat ihm wehgetan“, berichtete Ruthenbeck nach einem Gespräch mit seinem Spieler.
Ley könne die Situation jedoch gut einschätzen und bekommt auch vom FC die nötige Rückendeckung. „Es war eine tolle Erfahrung für ihn und er hat nochmal einen Schritt nach vorne gemacht.“ Positiv für den FC ist zudem, dass Ley durch das Ausscheiden kein einziges Bundesliga-Spiel verpasst hat. Vielmehr wird der Leistungsträger, der bislang in jedem Spiel in der Startelf von Ruthenbeck gestanden hatte, auch am Mittwochabend in der Youth League gegen den FC Midtjylland wieder zum Einsatz kommen können. „Er wird natürlich seine Minuten bekommen“, kündigte Ruthenbeck an. Wenn auch aus Sicht von Ley sicherlich früher als erhofft.





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