Der Vorstand des 1. FC Köln will Thomas Kessler zum Geschäftsführer Sport befördern. Am Samstag hat sich der ehemalige Torhüter selbst zum Stand der Verhandlungen geäußert – und auch einen Einblick in die Winter-Transferpläne gegeben.
Es war das große Wahl-Versprechen von allen drei kandidierenden Teams vor der Vorstandswahl des 1. FC Köln im September 2025. Auch das inzwischen ins Amt gewählte Trio um Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann hatte angekündigt, Sportdirektor Thomas Kessler zum Geschäftsführer zu befördern.
Unterschrieben ist jedoch auch über zwei Monate später noch nichts. Bei der ersten öffentlichen Pressekonferenz am vergangenen Montag hatte der Vorstand jedoch von „extrem guten und wertschätzenden Gesprächen“ mit Kessler berichtet. „Thomas steht mit seiner Leidenschaft wie kein anderer für den FC. Er hat sehr gute Arbeit gemacht, ein gutes Händchen bewiesen“, sagte Sobek. Druck verspüre man beim FC jedoch nicht. Dennoch machte auch Präsident Stobbe noch einmal klar: „Da wir ein Fußballverein sind, ist es ganz klar, dass der Sport in der Geschäftsführung vertreten sein sollte.“
Das sagt Kessler zur einer Beförderung
Am Samstag vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli bestätigte Thomas Kessler selbst die „sehr guten Gespräche.“ Allerdings habe der Sportchef „klare Vorstellungen, wie ich die Struktur sehe, wie ich die Arbeitsweise sehe.“ Entsprechend habe es die ausführlichen Gespräche bislang auch benötigt, anstatt einfach nur eine Unterschrift unter einen Vertrag zu setzen. „Es geht einfach darum, vernünftige Strukturen zu schaffen. Das haben wir in aller Ruhe in den letzten Wochen gemacht.“
In der Vergangenheit seien dabei viele Entscheidungen getroffen worden, „die nicht ganz nach meinem Ideal waren“, gab Kessler zu. Nach seinem zweijährigen Trainee-Programm und dem Lehrgang „Management im Profifußball“ hatte der ehemalige Torhüter von April 2022 unter Ex-Sportchef Christian Keller gearbeitet, ehe er im Mai diesen Jahres nach der Trennung von Keller selbst in die Verantwortung gerückt war.
Wenn man sich erst neu kennenlernt, dann braucht man manchmal auch ein bisschen Zeit, um sich da auch anzunehmen.
Thomas Kessler
Durch die Wahl des neuen Vorstandes musste Kessler nun erst einmal „klar dokumentieren, dass ich bereit bin, Verantwortung zu übernehmen, aber ich natürlich auch klare Vorstellungen habe. Und wenn man sich dann eben erst neu kennenlernt, dann braucht man manchmal auch ein bisschen Zeit, um sich da auch anzunehmen.“ Dass die Beförderung zum Geschäftsführer Sport daher bislang noch nicht in die Tat umgesetzt worden ist, lag also mitnichten nur am Vorstand selbst. Auch für Kessler müssen die Rahmenbedingungen passen.
Winter-Transfers? „Wie analysieren den Markt“
Dies gilt derweil auch für etwaige Winter-Transfers, zu denen Kessler am Samstag am Sky-Mikrofon ebenfalls befragt wurde. Dabei ist insbesondere die Innenverteidigung mit aktuell zwei Langzeitverletzten und zwei muskulär verletzten Spielern die Achillesferse der Kölner. „Der Trainer ist schon gezwungen, auch ein bisschen zu basteln. Da machen wir uns ganz in Ruhe Gedanken drüber. Wir analysieren den Markt“, ließ sich Kessler in Bezug auf mögliche Neuzugänge nicht in die Karten schauen.
Dabei verwies der 39-Jährige auch noch einmal auf den generell schwierigen Markt im Winter-Transferfenster. Gleichwohl sei ein finanzieller Rahmen vorhanden. „Wir sind handlungsfähig. Aber es ist nicht so, dass wir jetzt aus dem Vollen schöpfen können und einfach irgendwelche wilden Dinge tun“, erklärte der wohl zeitnah neue Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln.








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