Die Verletzungsmisere in der Abwehr des 1. FC Köln strahlt offenbar über die Grenzen von Ländern und Ligen aus: Mit Elias Bakatukanda hat sich ein weiterer Innenverteidiger der Geißböcke einen Muskelfaserriss zugezogen. Das Fußballjahr 2025 ist für den Leihprofi vorzeitig beendet.
Wer Innenverteidiger ist und einen Vertrag beim 1. FC Köln besitzt, läuft in dieser Hinrunde offenbar zwangsläufig Gefahr, verletzt auszufallen. Am Geißbockheim hat es Timo Hübers und Luca Kilian schwer erwischt, aktuell fehlen zudem Dominique Heintz und Joel Schmied mit muskulären Verletzungen. Rav van den Berg war zwischenzeitlich ebenfalls zwei Monate außer Gefecht gesetzt, der zu Dynamo Dresden verliehene Julian Pauli gut einen Monat. Und nun reiht sich auch Elias Bakatukanda in diese Liste ein.
Der 21-Jährige, der seit Januar auf Leihbasis für den österreichischen Erstligisten Blau-Weiß Linz aufläuft, fällt nach GEISSBLOG-Informationen im Jahresendspurt mit einem Muskelfaserriss aus. Bakatukanda hat bereits das Heimspiel gegen Red Bull Salzburg (0:2) verpasst und wird Linz auch am Sonntag gegen Rapid Wien fehlen – das Jahr ist für ihn vorzeitig vorüber.
Wertschätzung von Letsch
Vor seiner Verletzung stand das Kölner Eigengewächs an 14 von 15 Spieltagen in der Startelf und gehörte beim derzeitigen Schlusslicht der österreichischen Bundesliga zu den wenigen konstanten Akteuren. Dieser Meinung ist offenbar auch Thomas Letsch. Denn als der ehemalige Trainer des VfL Bochum, der seit Januar bei Salzburg an der Seitenlinie steht, Bakatukanda am vergangenen Wochenende im Stadion sah und registrierte, dass dieser gegen RB nicht im Kader steht, rief er ihm zu: „Du spielst nicht? Gut für uns!“
Zu einem weiteren Aufeinandertreffen der beiden dürfte es vorerst nicht kommen, da die Liga in Österreich nach 22 Spieltagen in Meister- und Qualifikationsgruppe geteilt wird. Letsch kämpft mit Salzburg um den Titel, Bakatukanda mit Linz um den Klassenerhalt. Die Wege trennen sich.
Winter-Rückkehr kein Thema
Spekuliert wurde zwischenzeitlich auch, dass sich die Wege von Bakatukanda und den Blau-Weißen bereits im Winter trennen könnten, da der FC aufgrund des Verletzungspechs in der Abwehr Alternativen benötigt. Doch eine vorzeitige Rückkehr im Januar ist nach GEISSBLOG-Informationen kein Thema. Der Youngster soll lieber weiterhin in Österreich ausgiebig Spielpraxis sammeln, als in Köln nur eine Option zu sein.
Im nächsten Sommer allerdings will Bakatukanda (Vertrag bis 2028) dann voll beim FC angreifen und sich Lukas Kwasniok empfehlen. „Das ist der Plan. Ich sehne mich natürlich danach, nach der Saison wieder zum FC zurückzukommen“, hatte der gebürtige Kölner im September im GEISSBLOG-Interview gesagt. Und dieser Plan hat sich nicht verändert.








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