Fans bleiben kurzfristig draußen: FC sperrt zu! „Damit es nicht jeder sieht“

Lukas Kwasniok beim Training - im Hintergrund die Fans. Nicht so am Mittwoch. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok beim Training - im Hintergrund die Fans. Nicht so am Mittwoch. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat am Mittwoch unangekündigt hinter verschlossenen Türen trainiert. Die Geißböcke suchen vor dem letzten Spiel des Jahres nach dem Schlüssel zum Erfolg.

Als so mancher Fan am Mittwochvormittag ans Geißbockheim kam, sah er sich verwundert einem leeren Trainingsplatz 1 gegenüber. Der Grund: Der 1. FC Köln trainierte kurzfristig hinter verschlossenen Türen im Franz-Kremer-Stadion. Geheimtraining statt öffentliches Training.

Der FC tut vor dem letzten Spiel gegen den 1. FC Union Berlin alles, um dieses Duell für sich zu entscheiden. Lieber ein paar mehr Geheimnisse vor der Mannschaft von Ex-Köln-Trainer Steffen Baumgart, als zu ausrechenbar zu sein. Denn auch das war zuletzt ein Problem geworden.

FC arbeitet an den Schwächen

Der FC gibt seit zwei Spieltagen eine Stunde vor Anpfiff zwar noch – wie es von der DFL gefordert wird – die elf Namen der Startelf bekannt, nicht aber mehr die taktische Formation. Lukas Kwasniok und sein Trainerteam wollen sich nicht mehr in alle Karten schauen lassen. Und so bleibt zumindest die genaue Formation bis zum Anpfiff offen.

Nun die nächste Maßnahme: „Wir haben sehr intensiv gearbeitet, an den Dingen gearbeitet, die wir verbessern können. Das tut mal ganz gut, wenn wir das für uns machen“, sagte Verteidiger Dominique Heintz hinterher. „Es gibt nichts Schöneres, als hier vor den Fans zu trainieren. Manchmal musst du aber auch Sachen machen, die nicht jeder sofort sieht. Das gehört zum Fußball dazu.“

Standards sind eine Union-Stärke

Das Ziel: „Wir wollen das letzte Spiel positiv gestalten, damit wir schöne Weihnachten und ein ruhiges Silvester feiern können.“ Gut möglich, dass der FC sich am Mittwoch auch ausgiebig den Standards widmete, nachdem es am letzten Spieltag in Leverkusen mal wieder ein Gegentor nach einem Eckball gegeben hatte und auch eine weitere Ecke katastrophal verteidigt worden war.

„Union ist eine sehr gute Mannschaft, spielt sehr kompakt, sehr körperlich“, sagte Heintz. „Sie sind bei Standards sehr gefährlich, haben gute Kopfballspiele und mit Christopher Trimmel einen guten Schützen.“ Darauf wollen die Geißböcke nun gefasst sein. Deswegen schauten am Mittwoch die Fans jedoch in die Röhre und mussten bis nach 12 Uhr warten, um zumindest Autogramme und Selfies ergattern zu können. Dafür aber blieben die FC-Stars einmal mehr gerne stehen.

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