Viele Fans des 1. FC Köln haben sich am Samstag gewundert, warum Fynn Schenten und nicht Said El Mala in der Startelf stand. Es ging einmal mehr um die Frage, wann El Mala am besten funktioniert.
Im Trainingslager überraschte Lukas Kwasniok, indem er im Testspiel gegen den FC Lugano Fynn Schenten in die Startelf beförderte. Doch was zunächst nach einem Experiment aussah, wurde für den Youngster am Samstag beim 1. FC Heidenheim mit seinem ersten Startelf-Einsatz Wirklichkeit. Zur Überraschung vieler Fans jedoch saßen dafür Marius Bülter und Said El Mala auf der Bank.
Bülter musste Ragnar Ache im Sturmzentrum weichen. El Mala hatte schon in Spanien nur in der B-Elf gespielt und später selbst erklärt, dass er zu Beginn des Trainingslagers nicht in Bestform gewesen sei. Dennoch hätten viele FC-Fans den Topscorer der Geißböcke in dem so wichtigen Spiel in Heidenheim von Beginn an
Statistiken geben Kwasniok sogar recht
Kwasniok erklärte seine Entscheidung hinterher mit der inzwischen bekannten Strategie: Erst soll der FC Fußball arbeiten, dann Fußball spielen. In El Mala sieht der 44-Jährige noch immer nicht den 90 Minuten hart gegen den Ball arbeitenden Offensivspieler, sondern den Schlüsselspieler in der Crunch Time der Spiele. „Es gibt für mich aber drei Kategorien von Spielern: Spielabarbeiter, Spielverbesserer und Spielentscheider. Spielentscheider entscheiden Spiele vor allem in der zweiten Halbzeit. Darin ist Said einer der Besten der Bundesliga“, sagte Kwasniok nach dem Spiel in Heidenheim.
Das belegen auch El Malas Statistiken: Der 19-Jährige ist mit sieben Toren und zwei Assists der Top-Torschütze und -scorer der Geißböcke. Vier von sieben Toren und beide Assists sammelte El Mala allerdings als Joker. Das zeigen auch die Spielminuten-Vergleiche: Als Joker war El Mala im Schnitt alle 49 Minuten an einem Treffer beteiligt, in der Startelf nur alle 145 Minuten. Auch deswegen sagt Kwasniok weiterhin: „Wenn er von Beginn an spielt, muss er sehr viel abarbeiten, und dadurch geht ihm ein wenig seiner Qualität verloren. Deswegen ist es für uns ein schmaler Grat, dass Said nicht nur ein Abarbeiter, sondern auch ein Verbesserer wird.“
FC braucht El Mala gegen Mainz in der Startelf
Das sehen viele FC-Fans aber anders. Der beste Offensivspieler des 1. FC Köln dürfe nicht nur von der Bank kommen, sondern müsse möglichst 90 Minuten auf dem Feld stehen. El Mala selbst erklärte im Trainingslager: „Es macht mir nichts aus, ob ich reinkomme oder von Anfang an spiele. Natürlich will jeder von Anfang an spielen, das ist bei jedem Profisportler normal. Aber ich glaube, dass ich auch von der Bank aus einen guten Job mache. Solange ich der Mannschaft helfen kann, ist das das Wichtigste.“ (hier geht’s zum Interview)
Möglicherweise wird sich El Mala nach seinem Tor in Heidenheim aber schon gegen die Bayern, spätestens aber gegen Mainz 05 über einen Startelf-Platz freuen können. Denn klar ist: Der FC muss das Mainz-Spiel gewinnen, um wieder auf Kurs zu kommen. Mit jeder Minute, die El Mala nicht auf dem Rasen stehen und der FC nicht führen sollte, würden die Fans unruhiger werden. Die Geißböcke jedoch brauchen den Support der Fans von der ersten Minute an. Und keiner kann die Kölner Anhänger aktuell so elektrisieren wie Said El Mala.








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