Kwasnioks Worte im Ohr: Ex-Kapitän auf Abschiedstour?

Lukas Kwasniok und Florian Kainz. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok und Florian Kainz. (Foto: Bucco)

Florian Kainz spielt beim 1. FC Köln eine immer geringere Rolle. Am Samstag wurde der Ex-Kapitän erneut nicht für den Spieltags-Kader nominiert. Vieles deutet auf einen Abschied im Sommer hin.

Seit dem 1:1 gegen den FC St. Pauli hat Florian Kainz kein Spiel mehr für den 1. FC Köln bestritten. Auch am Sonntag beim SC Freiburg wird kein weiterer Einsatz hinzukommen. Damit wird der Österreicher zum sechsten Mal in Folge nicht in einem Bundesliga-Spiel für den FC zum Einsatz kommen.

Als der FC-Tross am Samstagmittag nach Freiburg aufbrach, saß Kainz zum dritten Mal in dieser Saison nicht im Mannschaftsbus. Lukas Kwasniok hatte den Routinier erneut aus dem Kader gestrichen, in diesem noch jungen Jahr 2026 bereits zum zweiten Mal. Ein weiterer Hinweis darauf, dass beim FC eine Zeitenwende bevorsteht.

Sechs Spiele in Folge ohne Einsatz

Denn Kainz ist bekanntlich der dienstälteste Spieler im FC-Kader, der ehemalige Kapitän, hat die meisten Pflichtspiele im aktuellen Kader für die Geißböcke absolviert (201). Doch der Vertrag des 33-Jährigen läuft aus, und so könnten die nächsten vier Monate für Kainz zur Abschiedstournee in Köln werden. Denn klarer kann Kwasniok nicht ausdrücken, dass er nicht mehr auf Kainz setzt.

Statt Kainz reisten am Samstag mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang wieder zu Talente mit nach Freiburg (wie schon aus dem Trainingslager nach Heidenheim). Damals hatte Kwasniok erklärt, er habe schon häufiger Spieler nicht nominiert, „die in der Vergangenheit sehr wohl schon zum Erfolg des 1. FC Köln beigetragen haben“. Und weiter: „Das sind harte Entscheidungen, aber ich bin hier nicht nur angetreten, um den FC in der Liga zu halten, sondern auch, um den FC zu entwickeln.“

Kwasniok: „Wenn besser möglich ist…“

Kainz scheint in diesen Plänen der Entwicklung nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. Kwasniok hatte nach Heidenheim auch den vielsagenden Satz getätigt: „Ich glaube einfach: Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug.“ Kainz ist in Kwasnioks Augen also nicht mehr gut genug. Auf den offensiven Flügeln setzt der FC-Trainer auf schnellere Spieler, die Zehn gibt es in Kwasnioks System in der Regel nicht und auf der Doppelsechs war der Österreicher trotz aller Experimente in der Vergangenheit nie zuhause.

Mit Kwasnioks Worten im Ohr, dass der FC nicht nur sportlich erfolgreich sein, sondern sich auch weiterentwickeln soll, dürfte klar sein: Für Kainz geht es in Köln wohl über den Sommer 2026 hinaus nicht weiter. Der Kader soll ohnehin noch einmal deutlich verändert werden. Da ist die Entscheidung gegen den Routinier und für die Talente ein klares Signal. Nicht nur für die Zukunft, sondern schon für den Ist-Zustand in der Kader-Hierarchie.

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