„Jeder hat seine Stärken“: Martel nur auf der Bank! Wie es jetzt weitergeht

Eric Martel (re.) nach dem Spiel beim SC Freiburg. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Eric Martel (re.) nach dem Spiel beim SC Freiburg. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Verliert Eric Martel beim 1. FC Köln seinen Stammplatz? Der 23-Jährige saß gegen den SC Freiburg nur auf der Bank. Das soll aber nichts mit der Vertragssituation zu tun haben.

Vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg war Eric Martel in 107 Erst- und Zweitliga-Spielen für den 1. FC Köln nur sieben Mal eingewechselt worden. 100 Mal hatte der defensive Mittelfeldspieler in der Startelf gestanden. In dieser Saison? Null Einwechslungen. 2024/25 in der 2. Liga? Null. 2023/24 in der Bundesliga? Nur ein einziges Mal, weil Martel zuvor die Woche im Trainingslager in Algorfa verpasst hatte.

Fast zwei Jahre lang hatte Martel beim FC zum uneingeschränkten Stammpersonal gezählt. War Martel fit, spielte er. Und zwar von Beginn an. Am Sonntag in Freiburg dagegen musste der fitte Martel 77 Minuten auf seinen Einsatz warten. Und das, obwohl in der Defensive längst nicht alle FC-Profis einsatzfähig waren.

Krauß hat die Nase vorn

Lukas Kwasniok machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass aktuell ein anderer FC-Spieler die Nase vorn hat. „Der Grund war, weil Tom Krauß es in den letzten Spielen sensationell gemacht hat und es heute auch bestätigt hat“, erklärte der FC-Coach und berichtete dann vom Gespräch mit Martel: „Eric ist Profi. Gejubelt hat er nicht, aber wir haben sehr erwachsen darüber gesprochen.“

Kwasniok machte allerdings nicht den Anschein, als hätte er seine Entscheidung im Nachhinein bereut. „Schauen wir mal, wie wir es in der Zukunft handhaben, aber jeder hat seine Stärken“, blieb der 44-Jährige diplomatisch. Martel und Krauß sind die beiden eher defensiven Sechser im Kader, Krauß ist jedoch am Ball stärker. Genau hier, im Spielaufbau, hätte sich der FC bei Martel eine bessere Entwicklung auf Bundesliga-Niveau gewünscht.

FC dreht bei Martel den Spieß um

Diese ist in den Augen der Verantwortlichen aber nicht in dem Maße erfolgt, die aktuell einen Stammplatz sicherstellen würde. Sportchef Thomas Kessler erklärte, dass die Entscheidung Kwasnioks aber keinen Zusammenhang mit den offenen Vertragsgesprächen habe. „Das ist völlig unberührt davon“, sagte Kessler am Sonntag in Freiburg. „Der Trainer stellt den Kader für den Spieltag zusammen. Heute hat er sich entschieden, Eric nicht spielen zu lassen. Am Freitag kann es wieder anders aussehen.“

Zum Status der Vertragsverhandlungen mit Martel wollte sich Kessler nicht äußern. „Nach dem Spiel ist nicht der richtige Zeitpunkt, über die Gespräche zu sprechen“, wiegelte Kessler ab. Doch nach GEISSBLOG-Informationen stehen Martel und der FC weiter nicht in Verhandlungen. Der FC prüft andere Optionen ab Sommer 2026, sondiert den Markt. Krauß wird im Fall des Klassenerhalts in Köln bleiben. Martel hat seinen Verbleib an die Entwicklung des FC geknüpft. Inzwischen aber scheint der FC einen Verbleib Martels auch an die Entwicklung des Spielers zu knüpfen.

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