Said El Mala kommt beim 1. FC Köln seit zwei Monaten nicht mehr richtig ans Toreschießen. Die Transfergerüchte nehmen zu, der Einfluss auf das FC-Spiel sinkt. Letzteres liegt aber mehrheitlich nicht am 19-Jährigen.
Am Mittwoch hat Sky erneut über Said El Mala berichtet. Wie schon in der Vorwoche ging es um das Interesse aus Brighton am Stürmer des 1. FC Köln sowie an dessen Bruder Malek. Die Gerüchte um das Brüderpaar werden in den kommenden Wochen und Monaten wohl nicht geringer werden. Vor allem, sobald Said El Mala wieder regelmäßig an FC-Toren beteiligt sein sollte.
In den vergangenen neun Spielen gelang dem 19-Jährigen nur ein Tor, der 2:2-Ausgleich beim 1. FC Heidenheim. Darüber hinaus steckt der Rechtsfuß ein wenig in der Krise. Gegen Leipzig verlegte er gleich zwei Hochprozenter, gegen Wolfsburg und Mainz verpasste er jeweils in der Nachspielzeit die Entscheidung. El Mala könnte schon längst bei zehn oder mehr Saisontoren stehen.
El Mala traf in Hoffenheim zum Sieg
Und dennoch: Der Youngster spielt eine für den Spieler wie für den FC fantastische Saison. Und kann im letzten Saisondrittel noch einmal richtig wichtig werden. Auch wenn der 19-Jährige gerade einen kleinen Hänger hat, auch wenn sich die Gegner immer besser auf den Linksaußen eingestellt haben. Der nächste Gegner, die TSG Hoffenheim, weiß noch aus dem Hinspiel, was für ein Wirbelwind El Mala sein kann – der 1:0-Siegtreffer war der echte Startschuss für El Malas unglaubliche Reise bis hin zur Nationalmannschaft.
Lukas Kwasniok muss sich immer wieder rechtfertigen, warum er den Youngster nicht stets von Beginn an in die Startelf beordert. Zuletzt funktionierte weder die Startelf- noch die Joker-Variante gut. Kwasniok betont stets, es sei seine Aufgabe, El Mala auf dessen Weg zu begleiten. „Und ich glaube, dass wir das nicht so schlecht hinbekommen haben“, sagte der 44-Jährige am Donnerstag. Dennoch sei es für Trainer wie Spieler zuletzt „schwerer geworden“.
Gegner wechseln gezielt auf El Mala
Warum, erklärte Kwasniok auch und zeichnete dafür das Spiel beim VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende nach. Da hatte Kwasniok El Mala nach 68 Minuten in die Partie gebracht, und dieser hatte sich gleich gut eingefügt mit einer Schusschance aus der zweiten Reihe. „Und was macht der VfB? Die bringen Vagnoman“, sagte Kwasniok weiter. Der deutsche Ex-Nationalspieler kam zehn Minuten nach El Mala in die Partie und bekam als Rechtsverteidiger den Auftrag, El Mala aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang.
„Das heißt: Der Gegner stellt sich viel mehr auf ihn ein, egal ob er von Beginn an spielt oder reinkommt“, sagte Kwasniok. Wenn eine Mannschaft auf den FC trifft, haben die Trainer inzwischen für ihre Wechsel auch im Kopf, dass sie womöglich hinten rechts etwas verändern müssen, sofern El Mala als Joker in die Partie kommt. „Der nächste Schritt wird also sein, seine Leistung unter erschwerten Bedingungen abzurufen.“ Im Bestfall am Samstag gegen Hoffenheim, um die TSG erneut zu besiegen, einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt zu machen und die Torquote weiter auszubauen.








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