Nagelsmann spricht über El Malas WM-Chancen: „Das ist zu wenig“

Said El Mala im November bei der deutschen Nationalmannschaft. (Foto: IMAGO / Herbertz)
Said El Mala im November bei der deutschen Nationalmannschaft. (Foto: IMAGO / Herbertz)

Wird ein Profi des 1. FC Köln im Sommer zum WM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft gehören? Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich zu den Chancen von Said El Mala geäußert.

Ab dem 23. März beginnt die wohl letzte Chance, sich noch einmal für den WM-Kader von Julian Nagelsmann zu empfehlen. Dann findet die letzte Länderspielpause der Saison und damit vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko statt. Der DFB trifft dabei in zwei Freundschaftsspielen auf die Schweiz und Ghana. Beim 1. FC Köln dürfte Said El Mala hoffen, nach seiner ersten Nominierung im vergangenen Jahr noch einmal mit dabei sein zu können.

„Ich finde, dass er es bei uns im November ordentlich gemacht hat“, sagte Nagelsmann nun noch einmal in einem Kicker-Interview auf El Mala angesprochen. Der 19-jährige Shootingstar des FC hatte sich im Training zeigen dürfen, war allerdings noch nicht in einem Spiel zum Einsatz gekommen und gegen Ende der Abstellungsperiode zur U21-Nationalmannschaft zurückgekehrt, die zeitgleich um die wichtige Qualifikation für die Europameisterschaft gespielt hatte.

Bayern und FC sind ein Unterschied

Konkrete Hoffnungen auf einem Platz im WM-Kader konnte der Bundestrainer dem FC-Profi aber nicht machen. „Es ist noch mal ein Unterschied, ob du bei Bayern oder bei Köln bist. Er muss einfach mehr Spielzeit bekommen in Köln.“ Dabei wollte Nagelsmann diese Aussage nicht explizit als eine Ansage an Lukas Kwasniok gerichtet sehen. „Ich habe ihn als einen Trainer kennengelernt“, führte der 38-Jährige aus, „der genau beobachtet, was er für sein Spiel benötigt, auch in der Defensive.“

El Mala müsse dabei den Anspruch haben, beim FC Stammspieler zu sein und immer zu spielen. „Aber er spielt 50 Prozent. Das ist zu wenig“, machte Nagelsmann klar. Im Jahr 2026 stand El Mala bislang nur vier Mal in der Startelf beim FC – als Joker reichte es meist nicht einmal für 30 Minuten. „Das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint“, so Nagelsmann weiter, „sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet.“

Nagelsmann macht die Tür für El Mala nicht zu

Bei allen Stärken von El Mala würde Kwasniok seinen Spieler wohl kaum freiwillig auf der Bank lassen. „Er ist einer der schnellsten Spieler im Kader, hat einen super Schuss, ist torgefährlich. Ein Trainer verzichtet nicht freiwillig auf seinen Top-Spieler, sondern er tut dies, wenn er denkt, dass dieser ihm vielleicht manchmal nicht das gibt, was er für das jeweilige Spiel braucht“, erklärte der Nationaltrainer.

Andere Youngsters wie Tom Bischof, Lennart Karl oder Aleks Pavlovics müssten nach Ansicht von Nagelsmann dabei „ein bisschen anders“ bewertet werden, weil die Kaderstruktur in München eine andere als beim FC sei und die Konkurrenz entsprechend größer. Geschlossen scheint die Tür für El Mala aber nicht zu sein. „Es liegt letztendlich am jungen Spieler, dem Trainer zu zeigen: Du kannst dich immer auf mich verlassen! Und dann wird ein Trainer dieses Top-Talent auch spielen lassen.“ Für El Mala gilt dabei: Zuerst muss der Youngster beim 1. FC Köln regelmäßig spielen – um dann auch für Nagelsmann eine WM-Option zu sein.

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