Hoffnung auf die Sensation: Die FC-Bosse schauen genau hin

Ulf Sobek, Thomas Kessler und Jörg Alvermann (v.r.) am Montag beim FC-Training. (Foto: Bucco)
Ulf Sobek, Thomas Kessler und Jörg Alvermann (v.r.) am Montag beim FC-Training. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln arbeitet an der Sensation. Gegen Borussia Dortmund soll endlich ein Sieg gelingen. Während Lukas Kwasniok seine Spieler schwitzen lässt, schauen seine Bosse genau hin.

Die Stimmung am Montagnachmittag am Geißbockheim war konzentriert und positiv. Die Spieler des 1. FC Köln trainierten rund anderthalb Stunden. Viele Torschussübungen standen auf dem Programm. Marius Bülter glänzte mit einem sehenswerten Lupfer mit links, Alessio Castro-Montes mit einer wuchtigen Direktabnahme mit rechts.

Bei strahlendem Sonnenschein ließ Lukas Kwasniok seine Spieler bei misslungenen Torschüssen die Bälle sofort im Vollsprint holen. Es war eine spielerische Lösung, um die Sensoren der Profis auf Empfang zu halten und die Abschlüsse möglichst präzise zu machen. Immer wieder mussten Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing und Luis Hauer die Bälle aus dem Netz holen.

Geschlossenheit und Kontrolle

Es war eine Trainingseinheit mit Signalwirkung für die weitere Woche. Kwasniok versucht eine Mischung aus Konzentration und Spaß zu finden, um seine Spieler bestmöglich auf Borussia Dortmund vorzubereiten. Der 44-Jährige weiß: Das Duell gegen den Tabellenzweiten ist einerseits eine hohe Hürde, andererseits eine Chance für die Geißböcke, mit einem Überraschungserfolg wieder in die Spur zu finden. Und genau diese Chance will der FC nutzen.

Davon machten sich am Montag auch die beiden Vizepräsidenten Ulf Sobek und Jörg Alvermann ein Bild. Das Vorstands-Duo stand zusammen mit Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler am Spielfeldrand in der Sonne und beobachtete die Einheit. Die FC-Führungsetage ist sich einig: Sie will in der Krise nahe heranrücken an Trainerteam und Mannschaft. Geschlossenheit einerseits und Kontrolle andererseits.

FC will Trendwende „schnellstmöglich“ schaffen

Sobek hatte sich am Sonntag zur Situation des FC geäußert und Kwasniok vorerst den Rücken gestärkt. „Lukas Kwasniok kennt Drucksituationen und hat in seiner Laufbahn mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften stabilisieren und entwickeln kann. Wir haben großen Respekt vor der Situation, aber wir sind überzeugt von der Qualität unseres Kaders und der täglichen Arbeit. Hier stehen alle eng beisammen und arbeiten Hand in Hand.“ Allerdings auch mit dem klaren Hinweis: „Unser Ziel ist es, die Trendwende schnellstmöglich zu schaffen.“

Diese soll möglichst schon am Samstag gegen den BVB gelingen, um mit einem Erfolgserlebnis und neuem Selbstvertrauen in die beiden direkten Duelle gegen den HSV und Mönchengladbach zu gehen. Immerhin: Am Montag trainierten Linton Maina und Alessia Castro-Montes in Teilen wieder mit der Mannschaft. Das Duo könnte am Samstag gegen Dortmund wieder zur Option werden.

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