Seit Jakub Kaminski keine Tore mehr für den 1. FC Köln erzielt, stecken die Geißböcke in der Krise. Der Pole wird von Lukas Kwasniok als Lückenfüller eingesetzt. Nun hat sich der Cheftrainer entschuldigt.
Lukas Kwasniok dürfte wissen, dass er an der Situation von Jakub Kaminski seinen Anteil hat. Der Pole spielte ein bärenstarkes erstes Saisondrittel für den 1. FC Köln, erzielte fünf Tore in elf Spielen, legte einen weiteren Treffer auf und war als Links- oder Rechtsaußen für die Geißböcke der Schlüsselspieler schlechthin.
Dann aber begann die Verletztenmisere der Geißböcke – und Kwasniok begann Kaminski zu verschieben. Linke Schiene, rechte Schiene, Zehn, Doppelsechs: Wo gerade Bedarf war, spielte der Pole. So wie in Augsburg auf der rechten Schiene, wo er tapfer nach hinten arbeitete, nach vorne aber immer wieder fehlte und dem FC nicht helfen konnte.
„Wandervogel“ Kaminski wird geschwächt
Das wird sich gegen Borussia Dortmund wieder ändern. „Auf jeden Fall offensiver“, versprach Kwasniok für die Aufstellung des Polen. Es wird erwartet, dass der 23-Jährgie zusammen mit Said El Mala die Flügelzange für Mittelstürmer Ragnar Ache bilden wird. Und damit die aktuell wohl mit Abstand beste Kölner Offensive, die der Kader hergibt.
Kwasniok machte auch keinen Hehl daraus, dass er nicht glücklich war mit der Situation Kaminskis in den vergangenen Monaten. „Ich muss ja Abbitte leisten. Er ist der erste Spieler, bei dem ich mich zum ersten Mal in meiner Laufbahn als Trainer nicht an dem messen lassen kann, was ich ihm versprochen habe“, sagte der FC-Trainer. „Dass er nicht als Wandervogel auf dem Feld unterwegs ist. Das tut mir leid. Er ist einfach derjenige, der so ein Spielverständnis hat, so eine Grundqualität in allen Elementen des Spiels, dass er sowohl vorne links als auch hinten rechts spielen kann.“
Kwasniok gesteht: „Er ist nicht im Flow“
Wandervogel statt Leistungsträger auf einer fixen Position – so konnte Kaminski nur selten mit seinen besten Qualitäten helfen, sondern musste Aushilfe leisten. Dass Kwasniok damit noch mehr Baustellen aufmachte, wurde dem FC-Coach in Augsburg noch einmal deutlich vor Augen geführt. „Wir haben ihn immer dort eingesetzt, wo er für uns am wertvollsten sein konnte, obwohl er dort nicht immer zwangsläufig seine beste Leistung abrufen konnte“, gab Kwasniok zu.
Mit der Folge: „Das führt dazu, dass er nicht immer im Flow ist. Das kann man schon so sagen, aber an seiner Qualität hat sich nichts geändert. Der Flow verändert sich wieder mit einem Torerfolg, und das ist am Samstag schon wieder möglich.“ Und so soll dieses Tor gegen den BVB gelingen, damit Kaminski dem FC in den kommenden Wochen wieder so helfen kann wie zu Saisonbeginn. Kein FC-Spieler, auch nicht El Mala, war in dieser Zeit so wertvoll für die Geißböcke. Und dieser Wert soll nun im Abstiegskampf zum Schlüssel werden.








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