Kwasnioks „Notnagel“ macht es „extrem gut“ und hat doch Pech

Tom Krauß (l.) half gegen Borussia Dortmund als Rechtsverteidiger aus. (Foto: Bucco)
Tom Krauß (l.) half gegen Borussia Dortmund als Rechtsverteidiger aus. (Foto: Bucco)

Tom Krauß ist gegen Borussia Dortmund erstmals in seiner Karriere als Rechtsverteidiger aufgelaufen. Die Allzweckwaffe des 1. FC Köln konnte in dieser ungewohnten Rolle durchaus überzeugen. Doch der Rasen machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Gemeinsam mit Jakub Kaminski könnte er, vom Tor mal abgesehen, wohl sämtliche Positionen in Lukas Kwasnioks Elf abdecken. Tom Krauß ist neben dem Polen der größte Allrounder im Kader des 1. FC Köln. Das 1:2 gegen Borussia Dortmund war sein 190. Profi-Spiel – und das erste als Rechtsverteidiger.

Nach dem kurzfristigen Ausfall von Alessio Castro-Montes, dessen Startelf-Comeback Kwasniok bereits angekündigt hatte (der GEISSBLOG berichtete), rückte Krauß aus der Mittelfeldzentrale, wo er sich in den vergangenen Wochen festgespielt hatte, in die Viererkette. So konnte wiederum Kaminski, der beim 0:2 in Augsburg die rechte Schiene beackert hatte und in der Offensive fehlte, auf die Zehn wandern.

Krauß: „Da kann ich nichts machen“

„Ich nehme jede Rolle an, weil ich vorangehen will“, sagte Krauß im Anschluss über seine Premiere als Rechtsverteidiger und betonte: „Egal, wo ich der Mannschaft helfen kann, ich versuche mein Bestes.“ Der gebürtige Leipziger überzeugte gegen den BVB mit einer Zweikampfquote von 75 Prozent – und war dann doch ein Pechvogel.

Vor dem zweiten Dortmunder Treffer rutschte Krauß weg und machte so den Weg frei für Maximilian Beier, der einen Doppelpass mit Julian Brandt spielte und auf 0:2 erhöhte. „Man rutscht immer mal aus, da kann ich nichts machen“, sagte der aus Mainz ausgeliehene FC-Profi und verwies auf seine Alustollen. „Das passiert leider.“

Kwasniok, der Krauß auch schon als Linksverteidiger und Innenverteidiger starten ließ, lobte dennoch: „Tom hat es als vermeintlicher Notnagel wirklich extrem gut gemacht.“ Je nachdem, wie schnell Sebastian Sebulonsen, der in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren dürfte, und Castro-Montes wieder zur Verfügung stehen, könnte auf Krauß‘ Premiere noch ein zweiter Einsatz als Rechtsverteidiger folgen.

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