DFB bestätigt: Ermittlungsverfahren gegen FC-Stadionsprecher Trippel

Stadionsprecher Michael Trippel mit Schal und FC-Jacke.
Kölns Stadionsprecher Michael Trippel steht nach seinen emotionalen Äußerungen beim Spiel gegen Borussia Dortmund in der Kritik. (Foto: Imago/Maximilian Koch)

Der DFB-Kontrollausschuss hat wie erwartet ein Verfahren gegen Michael Trippel eingeleitet. Dem Stadionsprecher des 1. FC Köln droht nach seinen wütenden Ansagen gegen Borussia Dortmund eine Strafe.

Michael Trippels Gefühlsausbrüche beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund haben wenig überraschend ein Nachspiel. Am Montag hat der DFB bestätigt, dass gegen den langjährigen Stadionsprecher des 1. FC Köln ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

Auf Anfrage erklärte der Verband sein Vorgehen: „Angeschrieben wird hier zunächst die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, da diese gemäß § 9a Nr. 1 DFB-Rechts- und Verfahrensordnung für das Verhalten seiner Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen, Mitglieder, Anhänger, Zuschauer und weiterer Personen, die im Auftrag des Vereins eine Funktion während des Spiels ausüben, verantwortlich ist.“

DFB „missbilligt“ Trippels Äußerungen

Trippel hatte am Samstagabend zunächst die Rote Karte für Jahmai Simpson-Pusey nach Eingriff des Videoassistenten mit „Pfui, widerlich“ kommentiert und seine Emotionen auch nach Abpfiff der 1:2-Niederlage nicht im Griff gehabt. „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an“, so seine Worte zum verwehrten Kölner Elfmeter (der GEISSBLOG berichtete).

Die DFB Schiri GmbH hatte Trippel bereits am Sonntag für sein Verhalten gerügt: „Wir missbilligen die Äußerungen des Stadionsprechers des 1. FC Köln entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt.“

Trippel selbst entschuldigte sich am Tag nach dem Spiel und versprach gegenüber dem GEISSBLOG: „Ich muss mich besser im Griff haben. So etwas kommt nie wieder vor.“ Nun ermittelt dennoch der DFB-Kontrollausschuss. Doch womöglich wirkt sich seine Reue zumindest strafmildernd aus.

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