Der 1. FC Köln und die Schiedsrichter: Auch beim 1:1 gegen den Hamburger SV fühlen sich die Geißböcke benachteiligt. Selbst Lothar Matthäus hätte einem Hamburger die Rote Karte gezeigt.
In der 27. Minute im Hamburger Volksparkstadion verstand Lukas Kwasniok die Welt nicht mehr. Der Cheftrainer des 1. FC Köln musste mitansehen, wie sein Linksverteidiger Kristoffer Lund von dessen Gegenspieler William Mikelbrencis am Strafraum zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Tobias Welz gab Eckball. Ein Foulspiel sah er nicht.
Das Problem: Der Außenbahnspieler des HSV traf den Kölner mit offener Sohle auf der Achillesferse. Doch weder Welz bewertete die Situation, noch Videoassistent Benjamin Brand sah sich dazu veranlasst, den Referee an die Bildschirme zu beordern. Zur Erinnerung: Vor einer Woche hatte Jahmai Simpson-Pusey für einen ähnlichen Treffer gegen Maximilian Beier die Rote Karte gesehen. Mikelbrencis hingegen sah nicht einmal Gelb.
Kwasniok und Kessler mit deutlichen Worten
„Das geht mir alles auf den Sack. So einfach ist es“, schimpfte Kwasniok später auf der Pressekonferenz. „Ich will weder vergangene Woche bei Jahmai, dass es eine Rote Karte ist, noch diese Woche bei William. Ich verstehe einfach nur nicht, dass es unterschiedlich bewertet wird. Ich kann und will nicht mehr nachvollziehen, warum es heute keine Rote Karte ist.“
Das sah auch FC-Sportchef Thomas Kessler so. „Ich bin keiner, der Rote Karten fordert, aber er tritt ihm voll auf die Achillessehne“, sagte der Geschäftsführer bei Sky. „Es gab in dieser Saison schon Situationen, da hat der Schiedsrichter sich solche Situationen angesehen.“ Selbst Sky-Experte Lothar Matthäus pflichtete den FC-Verantwortlichen bei: „In der letzten Woche waren wir in Köln, und da hat es dafür eine Rote Karte gegeben.“
Keine Überzahl für den 1. FC Köln
Eine Rote Karte für Mikelbrencis hätte dem FC beim Stand von 0:0 die Chance gegeben, beim HSV mehr als eine Stunde lang in Überzahl zu spielen und einen im Abstiegskampf womöglich wichtigen Sieg einzufahren. So kam es anders. Fabio Vieira erzielte per Traumtor die zwischenzeitliche Führung für den HSV (39.), die Said El Mala kurz vor der Pause per Kopf ausgleichen konnte (44.).








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